Foxborough (dpa) - Der deutsche NFL-Profi Jakob Johnson sieht die New England Patriots trotz des Abgangs von Star-Quarterback Tom Brady stark aufgestellt. Ein Grund sei die höhere Variabilität durch den Brady-Nachfolger Cam Newton.

"Er ist ein anderer Athlet als Tom, dementsprechend haben wir eine andere Dynamik und andere Spielzüge mit mehr Laufspiel des Quarterbacks", sagte Johnson in einer Videokonferenz. Der 25-Jährige aus Stuttgart hatte am vergangenen Spieltag beim 30:35 bei den Seattle Seahawks seinen ersten Touchdown nach Pass von Newton erzielt. Johnson war erst der zweite deutsche Football-Profi nach Markus Kuhn 2014 dem dies gelang.

Ein Sieg wäre ihm zwar lieber gewesen, dennoch werde er den Touchdown nie vergessen. "Die Erleichterung war groß, als ich den Ball gefangen hatte. Das war ein Moment, auf den ich lange hingearbeitet habe. Nicht jeder bekommt die Chance, in der NFL einen Touchdown zu machen" sagte Johnson. Ein Sonderlob von Trainer Bill Belichick gab es nicht: "Es ist ja mein Job. Natürlich haben die Trainer ein Auge auf mich, weil ich eine besondere Geschichte habe. Aber es läuft jetzt nicht die nächsten vier Tage jeder freudig auf dich zu."

Johnson war über das Förderprogramm für internationale Spieler zu den Patriots gekommen und ist mittlerweile in seiner zweiten NFL-Saison. In der Deutschland war der Fullback für die Stuttgart Scorpions in der GFL aktiv.

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