Hildesheim/Salzwedel (dpa/dt) l Weil er von seinen Kameraden anerkannt werden wollte, soll ein Feuerwehrmann aus Hildesheim zahlreiche Feuer gelegt zu haben. Dem 33-Jährigen werden nach Angaben des Landgerichts Hildesheim insgesamt 14 vollendete und 3 versuchte Brandstiftungen zur Last gelegt.

Zwischen Januar und Juli dieses Jahres soll er unter anderem Lauben in Kleingartenkolonien, zwei Fahrzeuge und die Terrassenkonstruktion eines leerstehenden Wohnhauses in Brand gesetzt haben, um anschließend beim Löschen helfen zu können. Der Feuerwehrmann war Anfang Juli festgenommen worden. Er sitzt seither in Untersuchungshaft. Der Prozess soll Mitte November beginnen.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Fälle gegeben, in denen Feuerwehrmänner selbst zu Feuerteufeln wurden. Im Mai 2014 hatte das Landgericht Lüneburg einen damals 17 Jahre alten Feuerwehrmann wegen einer Serie von Brandstiftungen im Landkreis Harburg zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Auch in Sachsen-Anhalt sind derartige Fälle bekannt. Demnach gab es 2016 eine Brandserie, die Salzwedel in der Altmark in Atem hielt. Auch hier waren Feuerwehrleute selbst am Werk. Der ehemalige Leiter der Jugendwehr wurde daraufhin zur einer Haftstrafe verurteilt.

In Elbigerode im Harz hatte sich ein ähnlicher Vorfall ereignet. Auch er wurde verurteilt.