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Saisonstart der Kleinkunstbühne Leipziger Künstler Maxim Hofmann untertreibt und überzeugt in Burg

Die neue Saison der Kleinkunstbühne hat begonnen. Als ersten Künstler begrüßte Dominik Patté den Leipziger Künstler Maxim Hofmann. Er begeisterte sein Publikum in der Aula des evangelischen Gemeindehauses.

Von Thomas Pusch 25.01.2026, 09:18
Mit Maxim Hoffmann ist der Start in die neue Saison gelungen.
Mit Maxim Hoffmann ist der Start in die neue Saison gelungen. Foto: Thomas Pusch

Burg. - Mit einem starken Auftritt, dem von Maxim Hofmann, ist die Kleinkunstbühne Burg in ihre neue Saison gestartet. Dabei hat der klavierspielende Komiker für zahlreiche Lacher gesorgt, von denen manche dem Publikum allerdings auch im Hals stecken blieben.

Etwas ungelenk tritt der schlaksige Künstler auf die Bühne des Gemeindehauses. Doch das gehört zum Programm, er kokettiert. So wie beim dünn vorgetragenen „Man müsste Klavier spielen können“, was er auch nicht könne. Es dauert nicht lange, bis er das Gegenteil beweist.

Flügel bleibt verschlossen

„Fast furios“ heißt sein Programm, das eigentlich nur „Furios“ heißen sollte, nach genauerer Betrachtung müsste es eigentlich nur „Fast“ heißen. Fast komme von fasten und dafür könne man dann täglich einen leeren Teller auf Instagram einstellen. Er erzählt von seinen musikalischen Anfängen als Zehnjähriger im Klub der Volkssolidarität, „das war so ähnlich wie hier“. Das Gelächter des überwiegend älteren Publikums ist ihm sicher.

Dann setzt er sich ans Keyboard, „darauf würde es besser klingen“, sagt er mit Seitenblick auf den Flügel. Aber dafür gebe ihm Dominik (Patté) den Schlüssel nicht. Aber auch mit dem Keyboard, Einstellung „Flügel“, und vor allem seiner Stimme füllt er die Atmosphäre im Saal.

„Du spielst Klavier, siehst gut aus, mach was draus“, so sein Motto. Doch leider klappt es nicht immer, denn „sie zieht ab mit 'nem Deppen, bei mit klappt's nie mit dem Abschleppen“. Er erzählt von Musen, die Künstler inspirierten, später seien es dann die Ehefrauen gewesen. „Sich von der eigenen Ehefrau zu Kunstwerken inspirieren zu lassen, ist Kunst“, meint er. So sei wohl Edvard Munchs „Der Schrei“ entstanden.

Auf den Spuren großer Künstler

Sein ganzes musikalisches Können zeigt er wiederum bei einer Nummer, die er - wie könnte es anders sein -nicht beherrscht. Coverversionen, also eine eigene Version bekannter Hits, das könne er gar nicht. Was er etwa aus Udo Lindenbergs „Cello“ oder Elvis Presleys „Love me Tender“ macht, beweist das Gegenteil - wie so oft an einem begeisternden Abend.