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Holocaustgedenktag Genthin Die Opfer haben wieder einen Namen

Am Internationalen Holocaustgedenktag versammelten sich Bürgerinnen und Bürger in Genthin zum gemeinsamen Gedenken. Auf dem jüdischen Friedhof wurde deutlich, warum Erinnern gerade heute unverzichtbar ist.

Von Robert Sonntag 27.01.2026, 14:54
Die jüdischen Opfer des NS-Regimes haben nun wieder einen Namen bekommen.
Die jüdischen Opfer des NS-Regimes haben nun wieder einen Namen bekommen. Foto: Robert Sonntag

Genthin - Es sind stille Orte, an denen Geschichte besonders laut spricht. Am 27. Januar wurde auch in Genthin innegehalten – für Menschen, deren Leben ausgelöscht, deren Namen beinahe vergessen wurden. Doch an diesem Tag bekamen sie ihre Würde und ihre Stimmen zurück.

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Am Dienstag, 27. Januar, wurde auch in Genthin anlässlich des Internationalen Holocaustgedenktages der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Rund ein Dutzend Menschen aus dem Genthiner Stadtgeschehen versammelten sich dazu auf dem jüdischen Friedhof der Stadt, um gemeinsam zu erinnern und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.

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Klare Worte für die Demokratie

Bürgermeisterin Dagmar Turian (parteilos) bedankte sich bei den Anwesenden für ihr Kommen und ihr Engagement. In ihrer Ansprache machte sie eindrücklich deutlich, wie wichtig das Gedenken gerade in der heutigen Zeit sei – nicht nur als Rückblick, sondern als aktive Verpflichtung, demokratische Werte zu schützen und zu stärken.

Den Opfern ihre Namen zurückgeben

Christian Kühnel, Vorsitzender des Fördervereins für Stadtgeschichte in Genthin, verlas die Namen aller jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Genthin, die dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen.

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Er betonte, dass diese Menschen durch das Aussprechen ihrer Namen wieder sichtbar würden – als Teil der Stadtgeschichte und der Gemeinschaft. „Wir sind wieder in der Lage die Namen aller Genthiner Opfer überhaupt benennen zu können".“ Darauf könne man stolz sein.

Ein Appell an die Menschlichkeit

Pfarrerin Beate Eisert rundete das Gedenken mit eindringlichen Worten ab. Sie erinnerte daran, dass Menschlichkeit keine Grenzen kenne und sagte: „Egal aus welcher Kultur oder Religion man stammt, jeder Mensch hat dasselbe Blut und so sind wir alle eins.“