Halberstadt/Langenstein l Lange mussten die Langensteiner auf ein Sicherungskonzept für den Sandsteinfelsen an der Straße Am Sommerbad und einen Zeitplan für dessen Umsetzung warten. Jetzt liegt er laut Stadtverwaltung Halberstadt vor. Im August 2018 ereignete sich dort ein Felsabsturz. Gesteinsbrocken lösten sich aus der Felsformation und krachten auf einen Fußgängerweg. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

Im Oktober 2018 beauftragte die Stadtverwaltung Halberstadt das Büro IBH – Herold & Partner Ingenieure Weimar mit der Planung der anstehenden Arbeiten, das einschlägige Kenntnisse und Erfahrungen auf diesem Gebiet habe, so die Verwaltung. Dafür wurden aus dem städtischen Haushalt 4700 Euro zur Verfügung gestellt.

Der erste Punkt aus dem Plan zur Felssicherung sei bereits umgesetzt, so Rathaussprecherin Ute Huch. Mitarbeiter des Stadt- und Landschaftspflegebetriebes Stala haben bereits im Januar den Baum- und Strauchbestand auf dem Felsen zurückgeschnitten. Ebenfalls im Januar sollte eine Drohne den Problembereich im Rahmen der Vermessungs- und Erkundungsarbeiten erfassen. Ende Februar sollen die Projektunterlagen fertiggestellt sein und im März die Unterlagen für die Ausschreibung der Arbeiten.

Arbeit soll im Juni beginnen

Anfang Mai sei geplant, nach erfolgter Ausschreibung die Firma mit den Arbeiten zu beauftragen, die dann Anfang Juni beginnen sollen. Die ­Sicherung des Felsens soll vier Wochen dauern. Über die Kosten könnten derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Verlässliche Angaben seien erst möglich, wenn die Ausschreibung beendet ist, informiert Ute Huch.

Der Ortschaftsrat Langenstein kritisierte während seiner jüngsten Sitzung, dass es viel zu lange dauern würde, bis die Sicherungsarbeiten beginnen. Außerdem verlangten die Abgeordneten, dass die Problem-Felsen in regelmäßigen Abständen vom Bewuchs befreit werden müssen. Neue Bäume und Büsche, die ihre Wurzeln erneut in das Gestein treiben, würden für neue Abbrüche sorgen. Eine Zusicherung der Stadt Halberstadt, dass diese Forderung erfüllt wird, gibt es bislang noch nicht.

Im Dorf gibt es mehrere Problemstellen, dazu zählt auch die Altenburg oberhalb von Langenstein.