Polizei muss Ermittlungen einleiten Fotogalerie vom CSD 2025 in Magdeburg: So lief die Demo ab
In Magdeburg fand an diesem Samstag, 23. August 2025, der CSD statt. Es wurde gefeiert und für queere Rechte demonstriert. Es gab auch eine rechte Gegendemo. Die Polizei leitet mehrere Ermittlungsverfahren ein.

Magdeburg. - In Magdeburg wurde es bunt und laut am Samstag, 23. August 2025. Denn: In der Stadt fand der Christopher Street Day (CSD) statt. Ab 12 Uhr versammelten sich Menschen aller Generationen auf dem Alten Markt - in bunten Outfits, mit Perücken, Fahnen, Schildern oder ganz ohne Accessoires in schlichter Kleidung.
Auf der Bühne fand am Mittag ein Polit-Talk mit Politikern und Politikerinnen aus dem Magdeburger Stadtrat, dem Landtag Sachsen-Anhalt sowie mit Simone Borris, Oberbürgermeisterin und Schirmfrau des CSD, statt. Es ging unter anderem um die Finanzierung der CSD sowie die Unterstützung verschiedener queerer Projekte und dem Verbreiten der Veranstaltung in den sozialen Medien.
Regenbogenfahnen am Magdeburger Rathaus
Simone Borris (parteilos) erzählt: „Nachdem wir die Regenbogenfahnen am Rathaus gehisst haben, haben uns so viele aggressive Nachrichten erreicht. Das zeigt nur, wie wichtig der CSD ist.“ Sie betont außerdem: „Wir sind alle Menschen dieser Stadt und der Marktplatz ist genau der richtige Ort für die Veranstaltung.“











Kurz nach 13 Uhr ging die Demonstration durch die Innenstadt los. Auch kurze Regenschauer trübten nicht die Stimmung. 13 Wagen haben an der Parade teilgenommen, wie Falko Jentsch vom Verein CSD Magdeburg mitteilt. Laut Polizei haben an der Demonstration etwa 2.700 Personen teilgenommen. Nach Schätzungen der Volksstimme, die ebenfalls vor Ort war, waren mehr Personen an der Parade beteiligt und haben sich an den Zwischenstopps auf dem Domplatz sowie dem Hasselbachplatz versammelt. Angemeldet waren laut Veranstalter 10.000 Teilnehmer.
Polizei leitet Ermittlungen ein
Zeitgleich mit dem CSD hat auch eine rechte Gegendemo stattgefunden. Diese habe laut Polizei etwa 350 Teilnehmer gehabt. Am Nachmittag teilt die Polizei mit, dass bisher alle Versammlungen und Demonstrationen in der Magdeburger Innenstadt störungsfrei verliefen. Zum Schutz der Versammlungen waren insgesamt mehrere einhundert Polizeibeamte im Einsatz.
Dennoch teilt die Polizei am Abend mit: "Im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen leitete die Polizei Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Sachbeschädigung, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Beleidigung ein."