Magdeburg l Die beiden Hammerkopf-Vögel im Africambo II im Zoo Magdeburg haben es wirklich nicht leicht. Sie lieben ihr riesiges Nest mitten im Elefantenhaus, haben es in mühseliger Arbeit aus Hunderten – ach was, Tausenden Stöckchen und Zweigen mit feuchter Erde und Heu verklebt. Und dann kommt da dieser freche Hagedasch-Ibis und macht ihnen diese sehr zentrale Sitzwarte streitig, zupft mal hier am Nest, mal dort. Verdutzt schauen die Hammerköpfe zu.

Dabei könnte es noch viel schlimmer für sie kommen. Man stelle sich nur vor, die Kapwarane, die nur wenige Meter vom riesigen Hammerkopfnest entfernt ebenfalls in der Elefantenanlage leben, könnten ihr Gehege verlassen. Dann wäre es aus mit den Schattenvögeln. Denn Warane haben vor allem Vogel-Gelege zum Fressen gern.

Jetzt also der Streit ums Nest. Schon einmal wurden die Hammerköpfe von ihren Nachbarn vertrieben, bauten ein neues Nest. Bis zu 1,50 Meter kann es breit werden. Da hinein werden die Eier gelegt. An der Unterseite bauen sie einen Gang, der zu einer Bruthöhle im Inneren des dicken Haufens führt.

Mal sehen, wann es auch im Zoo Magdeburg damit klappt.

Übrigens: Ihren Namen verdanken diese Vögel der Form ihres Kopfes bzw. des Gefieders am Kopf. Wenn Sie aufrecht stehen, sieht es aus wie ein Hammerkopf. Zum Nestbau können sie ihren Kopf allerdings nicht wie das gleichnamige Werkzeug einsetzen.

In den vergangenen Wochen besuchten wir bereits: