Magdeburg l Elefantendame Mwana aus dem Zoo Magdeburg geht es nach ihrem Rüssel-Unfall wieder deutlich besser. "Sie ist auf einem guten Weg", erklärte Zoo-Sprecherin Regina Jembere am Donnerstag. Mwana trinke wieder allein und könne auch Heuballen allein aufnehmen und fressen.

Elefant entwickelt eigene Technik

Dafür hat sie bereits eine eigene Technik entwickelt. Sie schiebt sich das Heu an den Fußrand und nimmt es dann auf. "Sie ist wirklich sehr pfiffig und auch sehr tapfer", so die Zoo-Sprecherin.

Vorher bekam Mwana das Wasser per Gartenschlauch zugeführt. Allerdings füttern die Tierpfleger weiterhin Äpfel, Brötchen und Möhren per Hand zu, damit die Elefantenkuh auch wirklich ausreichend Nahrung zu sich nimmt, so die Sprecherin.

Elefant Mwana hatte sich am 11. November 2019 beim Öffnen eines elektrischen Tores ihren Rüssel in einem Torspalt eingeklemmt und zehn Zentimeter abgequetscht. Die Wunde blutete stark, die Elefantendame wurde sofort medizinisch versorgt.

Antibiotikum und Rüsselbad

Bis zu dreimal täglich bekommt Mwana nun ein Antibiotikum auf die Wunde gesprüht. Zudem tunkt sie ihren Rüssel selbst in ein Bad mit einem Lehmgemisch. Das kühlt und soll verhindern, dass sich die Wunde entzündet. Außerdem hilft es bei der Heilung. Einen Verband trägt die Elefantendame nicht. Die Torschlitze wurden laut Zoo-Chef Kai Perret zwei Tage nach dem Rüssel-Unfall mit einem Blech verblendet.

Mwana ist für die Besucher derzeit nicht im Schaubereich im Zoo Magdeburg zu sehen. Sobald die Wunde wieder verheilt ist, werde man sie wieder aus ihrer Box ins Gehege lassen, sagte die Zoo-Sprecherin.

Fünf Elefanten im Zoo Magdeburg

In der Elefantenanlage Africambo II im Zoo Magdeburg leben derzeit insgesamt fünf Elefanten. Zum Einem die Kuh Mwana, zum Anderen - abgetrennt von ihr - die jungen Bullen Kando, Rungwe und die Brüder Uli und Moyo. Die Elefantenkuh Birma musste am 5. September 2018 wegen Altersschwäche eingeschläfert werden.

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