Magdeburg l Magdeburgs derzeit bekanntestes Zootier „Stormi“ sorgt ein weiteres Mal für Aufsehen. Die Tigerdame, die während der Sturmnacht am 22. Juni 2017 im Zoo von Mutter „Kimberly“ zur Welt gebracht worden war, bleibt in ihrer Geburtsstadt Magdeburg. Das bestätigte Zoochef Kai Perret der Volksstimme.

Der Publikumsliebling sollte ursprünglich an einen anderen Zoo abgegeben werden. Doch jetzt gibt es die Kehrtwende: „Wir haben beschlossen, dass ‚Stormi‘ bei uns bleibt. Wir suchen jetzt einen passenden Partner für sie“, erklärt Zoochef Kai Perret weiter. Stattdessen sollen nun in den nächsten Monaten die Eltern „Kimberly“ und „Amur“ an andere Zoos abgegeben werden.

Tiger-Eltern vertragen sich nicht

Perret begründet das mit dem gestörten Verhältnis der Eltern von „Stormi“. „Außer zur Paarung konnten wir die beiden so gut wie nie zusammenlassen. Sie vertragen sich einfach nicht gut. Das ist für Tiger sehr ungewöhnlich.“

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Perret sagte, die Entscheidung über die Zukunft von „Stormi“ habe der Zoo selber treffen können. „Sie ist ja eine Magdeburgerin und gehört somit uns.“ Das Zuchtmanagement für Sibirische Tiger wird von London aus geleitet.

Stormi-Umzug nach England scheiterte

Eine Abgabe „Stormis“ an einen Zoo aus England war 2018 kurz vor der Übergabe gescheitert. Die genauen Gründe wurden nie genannt. Perret sprach seinerzeit nur von tierschutzrechtlichen Aspekten.

„Stormi“ kann damit dauerhaft in Magdeburg von den Zoobesuchern bewundert werden. Ihre Bekanntheit hat sie den besonderen Umständen ihrer Geburt zu verdanken. Tigermama „Kimberly“ hatte in der Sturmnacht im stark beschädigten Tigergehege zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Nur „Stormi“ überlebte, wurde aber von der Mutter nicht angenommen. Pflegerin Petra Oppermann sprang ein und zog „Stormi“ liebevoll per Hand auf. Die Namensgebung „Stormi“ soll lebenslang an die windige Nacht und die Umstände erinnern.

Nachwuchs bei Nashorn und Giraffe

Unabhängig von den Nachwuchsplänen mit „Stormi“ erwartet der Zoo Magdeburg aktuell Nachwuchs bei mindestens einem Nashorn und einer Giraffe. Geburtstermine gibt es aber noch nicht.

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