Salzwedel l Es sieht schlecht aus für das Liestener Waldbad. Der Haushaltsentwurf für das laufende Jahr ist im Finanzausschuss vorgestellt worden. Die Sanierung der Freizeiteinrichtung ist dort allerdings nicht zu finden. „Eigentlich haben wir angenommen, dass es in den nächsten Wochen los geht und wir unser Waldbad im kommenden Jahr wieder öffnen können“, erklärte Andreas Weigelt, Vorsitzender des Liestener Waldbadfördervereins, im Gespräch mit der Volksstimme.

Der Verein werde sich mit der neuen Situation aber nicht zufrieden geben, kündigte Weigelt an. Er werde sowohl das Gespräch mit der Stadtverwaltung als auch mit Vertretern von Land und Bund suchen. „Wir möchten gemeinsam eine Lösung für den Erhalt des Waldbades finden. Derzeit sind wir dabei, nach Wegen für die Finanzierung der Sanierung zu suchen“, sagte Andreas Weigelt.

Pläne für 2017

Zur Erinnerung: Im Haushaltsentwurf für 2017 hatte die Kämmerei für die Sanierung des Waldbades 450.000 für das Haushaltsjahr 2018 vorgesehen. Für 2019 dann nochmal 712.3000 Euro, wovon 350.000 Euro über Fördermittel finanziert werden sollten. Im Haushaltsentwurf 2018 steht das Waldbad Liesten überhaupt nicht mehr in der Liste für Investitionen. Dafür sollen sowohl in der Salzwedeler Schwimmhalle als auch im Freibad umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erfolgen.

Blockheizkraftwerk

90.000 Euro sind in diesem Jahr für neue Tür- und Metallelemente im Aufsichtsraum, Malerarbeiten, neue Elektroleitungen sowie die Reparatur des Beckenumgangs und eines Risses im Duschbereich vorgesehen. Weitere 90.000 Euro fließen im Freibad in die Erneuerung des Durchschreitebeckens sowie den Austausch von Filtern und Düsen. 2019 soll das Dach der Schwimmhalle saniert werden. 165.000 Euro sollen dann für die „bauliche Erhaltung“ bereit stehen. Außerdem ist laut Stadtverwaltung vorgesehen, ab 2019 ein mobiles Blockheizkraftwerk auf Mietbasis für die Schwimmhalle und das Freibad zu nutzen. 17.000 Euro werden die Mietkosten pro Jahr betragen. Dem gegenüber stehen allerdings Einsparungen für Strom- und Wärmeeinkauf von jährlich rund 15.000 Euro sowie Einnahmen von rund 9200 Euro pro Jahr aus der Vergütung für die Stromeinspeisung. Das Waldbad in Liesten taucht in den Planungen bis ins Jahr 2021 überhaupt nicht auf.

Die Volksstimme fragte im Rathaus nach und wollte wissen: Wie sieht die Stadtverwaltung die Zukunft des Liestener Waldbades? Wirtschaftsförderin Kirsten Schwerin sendete im Auftrag der Bürgermeisterin folgende Antwort: „Zum derzeitigen Stand stehen im Haushaltsplan-Entwurf 2018 keine Mittel für das Waldbad Liesten zur Verfügung. Es kann nach dem jetzigen Stand in der kommenden Saison nicht geöffnet werden.“