Schönebeck/Staßfurt l Es ist vollbracht! In diesen Tagen konnte die Facebook-Seite „Volksstimme Salzland“ im Internet erstmal mehr als 1000 Fans verzeichnen. Und das in nicht einmal einem Jahr. Über das Soziale Medium verbreitet die Volkstimme Beiträge ihrer Online-Ausgabe, die bei Facebook von den Nutzern kommentiert und verbreitet werden können.

Dabei lassen sich anhand der statistischen Auswertung von Facebook einige interessante – und natürlich anonyme – Aussagen über die Fans der Salzland-Seite machen. So kommen von den mehr als 1000 Anhängern 210 aus Schönebeck, 138 aus Staßfurt und 122 aus Magdeburg. Und, Überraschung: 60 Prozent der Leser sind weiblich. Damit ist das Internet schon lange keine männliche Domäne mehr.

Mehr Videos geplant

Weniger überraschend ist hingegen, dass die Facebook-Nutzer relativ jung sind. So macht die Altersgruppe der 25- bis 44-jährigen 65 Prozent der Salzland-Leser aus. Die Ü55-Fans sind immerhin noch sieben Prozent. Der Anteil der unter 25-Jährigen an den Volksstimme-Salzland-Freunden beträgt noch 10 Prozent. Jugendliche machen hingegen gerade einmal ein Prozent aus. Was zum einen daran liegen könnte, dass sich Teenager weniger für lokale Nachrichten interessieren. Zum anderen nutzen sie aber inzwischen auch schon andere Soziale Netzwerke als Facebook, etwa Instagram oder Snapchat.

Mit ihrem Start am 19. Dezember 2017 ist die Facebook-Seite „Volksstimme Salzland“ relativ jung. Der erste veröffentlichte Online-Beitrag war „Stadtwerke erhöhen die Wasserpreise“, der eine Reichweite von 18 Nutzern hatte. Das heißt, dass nur 18 Leute den Beitrag über Facebook wahrgenommen hatten. Der erste Leser hinterließ am 19. Januar einen Kommentar über die Einführung eines Kreisverkehrs an der Magdeburger Straße. Der Leser schrieb: „Was nutzt ein Kreisverkehr, wenn die Leute, die sich nicht daran halten, nicht bestraft werden.“

Mit der Zeit stieg die Zahl der Fans der Salzland-Seite immer weiter an. Bei Nachrichtenseiten sind es immer wieder tragische Ereignisse, die die Menschen bewegen und dazu führen, dass die Beiträge häufig geteilt und damit weiterverbreitet werden. Zu den Artikeln mit der höchsten Reichweite gehörten „Feuerchaos hält Stadt in Atem“ vom 2. Juli (mehr als 22.000 Nutzer), „Wasser aus der Ehle darf nicht genutzt werden“ vom 25. Januar (fast 18.000 Nutzer) und „Trixi Ziener ist gestorben“ vom 16. März (13.000 Nutzer). Inzwischen liegt die durchschnittliche Reichweite der Beiträge bei 1800 Nutzern.

Verantwortung liegt im Salzlandkreis

Beliebt sind auf Facebook-Seiten in der Regel auch Videos. Allerdings hat das Salzland bisher nur ein Video von der Feuerwehr Bad Salzelmen veröffentlicht, die den Wasservorrat des Schönebecker Gradierwerk auffüllt und das Salz abwäscht. Doch in Zukunft sollen mehr Videos veröffentlicht werden.

Im Vergleich mit anderen regionalen Facebook-Seiten der Volksstimme liegt die Lokalseite aus dem Salzland im unteren Mittelfeld. So hat etwa die Hauptseite „Volksstimme.de“ 47.000 Fans. In der Altmark sind es 21.000 Anhänger. Das Jerichower Land liegt bei 625 Fans, in der Börde sind es 681. Damit hat das Salzland noch Luft nach oben. Die Verantwortung für die Salzland-Seite liegt bei der Schönebecker und der Staßfurter Redaktion der Volksstimme. Dort veröffentlichen die Redakteure der Zeitung die Online-Beiträge bei Facebook.

Die Fans sprechen mehrheitlich Deutsch, einige nutzen Facebook auf Englisch, Arabisch, Russisch, Türkisch und Dänisch. Gelesen wird die Seite nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch in Dänemark, Israel, Luxemburg, Norwegen, Schweden, den USA und Mazedonien.

In Zukunft soll die Facebook-Seite Volksstimme Salzland stetig wachsen. Ziel der jungen Seite muss es sein, die größte Seite im Salzlandkreis zu werden. Die nächsten 1000 Fans lassen daher hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten.