Schönebeck l Die Bauarbeiten hatten schon eine Woche vor dem ersten Spatenstich am Dienstagmittag begonnen. Terminprobleme. Und so waren die Erdarbeiten für das Fundament und den Keller schon weit fortgeschritten, als Diakonie-Vorsteherin Annett Lazay am Dienstagmittag zum offiziellen Startschuss für den Anbau am Haus Mechthild des Altenpflegeheims am Burghof lud.

Dort hat sich die Diakonie für die kommenden Jahre einiges vorgenommen. „Es wird unser bisher größtes Bauvorhaben überhaupt am Burghof“, sagte die Diakonie-Chefin. Bis Mitte 2022 entsteht dort ein vierstöckiger neuer Anbau zum bisherigen Haus Mechthild. Die Zahl der Betten kann dabei insgesamt um 25 auf dann 80 erhöht werden.

Bedarf wird steigen

„Der Bedarf an Pflegeplätzen wird in Zukunft weiter steigen“, sagte Anett Lazay. Denn die Menschen werden immer älter und haben damit auch einen höheren Betreuungsbedarf, sagte sie.

Nach der Fertigstellung des Anbaus soll dann auch das ursprüngliche Haus Mechthild, ein Altbau von 1804, vollständig kernsaniert werden. Denn die Sanierung des Gebäudes in den 1990er Jahren sei nicht optimal gewesen. Unter anderem mussten immer wieder Fußböden, Abwasserleitungen und Technik repariert werden. „Solche Flickschusterei wollen wir aber nicht mehr. Deswegen wird der Altbau komplett saniert“, sagte Annett Lazay. Während der Sanierung werden die Bewohner in den dann fertigen Neubau umziehen. „Die Bauarbeiten werden auch mit Unannehmlichkeiten verbunden sein. Deswegen bitten wir bei Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern um Geduld“, sagte Annett Lazay

Die Kosten für den erweiterten Anbau und die Sanierung des Haus Mechthild belaufen sich insgesamt auf 10 Millionen Euro. Dabei entfällt der größere Anteil auf die Sanierung. Finanziert wird der Bau vollständig von der Diakonie Burghof. Fördermittel sind nicht geflossen.