1. Startseite
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Stendal
  6. >
  7. Digitales Angebot erweitert: Tourist-Information in Stendal überzeugt und darf rotes „i“ behalten

Digitales Angebot erweitert Tourist-Information in Stendal überzeugt und darf rotes „i“ behalten

Die Tourist-Information in Stendal hat den Deutschen Tourismusverband erneut überzeugt. Zudem werden zwei neue digitale Tafeln in der Hansestadt aufgestellt.

Von Leon Zeitz 10.01.2026, 12:00
Freuen sich über das Zertifikat und die neue Info-Stele (von links): Max Schurz (Landestourismusverband Sachsen-Anhalt), Sarah Schünemann und Jennifer Richter von der Tourist-Info in Stendal, Carla Reckling-Kurz (ART), Oberbürgermeister Bastian Sieler sowie Sandy Schönfuß und Teamleiterin  Nicole Laupsien.
Freuen sich über das Zertifikat und die neue Info-Stele (von links): Max Schurz (Landestourismusverband Sachsen-Anhalt), Sarah Schünemann und Jennifer Richter von der Tourist-Info in Stendal, Carla Reckling-Kurz (ART), Oberbürgermeister Bastian Sieler sowie Sandy Schönfuß und Teamleiterin Nicole Laupsien. Foto: Leon Zeitz

Stendal - Das rote i-Symbol an der Tourist-Information in Stendal zeigt an, dass Ratsuchende hier Informationen erhalten. Was viele jedoch nicht wissen: Dieses Symbol muss man sich verdienen. Es ist ein bundesweites Qualitätssiegel für Touristinformationen und wird vom Deutschen Tourismusverband (DTV) für jeweils drei Jahre verliehen.

Der Altmärkische Regionalmarketing- und Tourismusverband (ART) hat im Beisein von Max Schurz vom Landestourismusverband Sachsen-Anhalt erneut das i-Zertifikat an die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information in Stendal vergeben. Max Schurz hob dabei die hohe Punktzahl hervor, die Stendal erreicht hat: 94,5 von möglichen 120 Punkten. Um das rote „i“ verwenden zu dürfen, wird regelmäßig von unabhängigen Prüfern die Tourist-Information geheim unter die Lupe genommen.

Zwei neue Stelen für Stendal

Dieses Mal war Sarah Schünemann diejenige, die sich der Prüferin stellen musste. „An sich ist die Prüfung geheim, doch ist das Gesicht mittlerweile bekannt“, sagt sie und lacht. Dennoch sei sie aufgeregt gewesen, gibt sie zu. „Die Prüferin wollte eine mehrtägige Gruppenreise planen und von mir Restaurantempfehlungen und Programmvorschläge wissen. Meine Englischkenntnisse wurden ebenfalls getestet. Sie hat so viele Nachfragen gestellt, da wurde mir klar, dass es sich nicht um eine herkömmliche Touristin handelt.“

Die Kriterien für die i-Marke werden immer wieder neu festgelegt. In diesem Jahr spielen vor allem Nachhaltigkeit und Regionalität eine Rolle, erklärt Max Schurz. Aber auch das Thema digitale Angebote rückt immer weiter in den Vordergrund.

Lesen Sie auch: Was 2025 in Stendal gut lief und was dem Stadtchef Kopfzerbrechen bereitet

Damit kann die Tourist-Information in Zukunft noch mehr punkten. Eine neue digitale Informationsstele wurde vom ART an die Tourist-Information im Rathaus überreicht. Dort können sich Reisende und Bürger der Hansestadt ähnlich wie auf dem Winckelmannplatz über verschiedene Angebote informieren.

So zum Beispiel über Ausflugstipps, Veranstaltungen, Unterkünfte, Restaurants und Sehenswürdigkeiten in der Region. Ein besonderes Feature ist der sogenannte Reiseland-Kompass. Gäste können eingeben, wie sie sich ihre Reise vorstellen, und erhalten dann entsprechende Vorschläge. Soll sie eher entspannt sein oder aktiv? Werden Aktivitäten für drinnen oder draußen gesucht?

Oberbürgermeister ist stolz auf Zertifikat

Die neue Stele steht bislang in der Tourist-Information im Rathaus. Weil sie dort allerdings nur zu den Öffnungszeiten zugänglich ist, wird noch über einen geeigneten Ort nachgedacht. „Vielleicht im Rathaus im Flur oder nach den Schließzeiten vor der Tür der Info“, schlägt Oberbürgermeister Bastian Sieler (parteilos) vor. Er zeigte sich bei der Übergabe des Zertifikats stolz auf das Erreichte. „Die Tourist-Information ist ein wesentlicher Anlaufpunkt für Gäste unserer Stadt. Es ist wichtig und freut mich, dass die Mitarbeiterinnen gute Arbeit leisten und sie wieder ausgezeichnet wurden.“

Lesen Sie auch: Familien und Paare ziehen nach Tangermünde, Einwohnerzahl sinkt trotzdem

Neben der neuen Info-Tafel für drinnen gibt es eine weitere für draußen. Noch steht sie im Keller, doch nach jetzigem Stand soll sie später am Hauptbahnhof platziert werden.

Insgesamt hat der ART 17 Tafeln für die Region verteilt. Finanziert wurden sie mit Geld aus dem Corona-Sondervermögen.