Wernigerode l Sandkasten, Netzschaukel und Rutsche: Der Kleinkinderspielplatz im Innenhof eines Wohnblocks im Walther-Grosse-Ring im Stadtfeld gehört der Wernigeröder Wohnungsgenossenschaft (WWG) und bietet, was das Herz begehrt. Büsche und ein Zaun sollen das Areal vor ungebetenen Gästen schützen.

Doch immer wieder sammeln sich hier Dinge an, die nicht auf den Tummelplatz für die Jüngsten gehören. „Gerade nach dem Wochenende liegen hier Zigarettenkippen und anderer Müll rum“, berichtet Karl-Heinz Hempel, der Hausmeister der Wohnungsgenossenschaft. Der Spielplatz ist zwar außerhalb der täglichen Öffnungszeit von 9 bis 18 Uhr am Abend durch den Zaun gesichert, jedoch ist am Wochenende niemand da, um ihn abzuschließen, so der Hausmeister.

Müll aus Umgebung

„Meistens schließen wir freitags auf und finden ihn Montag dann vermüllt wieder vor“, so Karl-Heinz Hempel. Der Hausmeister vermutet, dass nicht nur Jugendliche aus der Umgebung ihren Müll hinterlassen, sondern auch Unbekannte Windeln in den Büschen rund um den Spielplatz wegwerfen.

Dem Chef der Wohnungsgenossenschaft Christian Linde ist dieses Problem bereits bekannt: Der schattig gelegene Kleinkinderspielplatz werde zwar gern genutzt, wegen der Vermüllung seien jedoch bereits die Nutzungszeiten eingeschränkt und die Nutzergruppe auf Kleinkinder festgelegt worden.

Vielleicht Aus für Spielplatz

Trotzdem, so der Hausmeister, müsse er fast täglich Windeln aus den Bäumen und vom Spielplatz entsorgen. Alle Versuche der WWG, für Ordnung zu sorgen, hätten bisher keine Früchte getragen. „Den Papierkorb haben wir schon abgebaut, da dort komplette Windelbeutel mitgebracht und entsorgt wurden“, so der WWG-Chef.

Bedeutet die Vermüllung bald das Aus für den Spielplatz? „Inzwischen mehren sich die Stimmen der Mieter, ob es nicht besser wäre den Spielplatz wieder abzubauen“, gibt Linde zu bedenken. Dies ziehe er derzeit noch nicht in Betracht.

Problem mit Gelben Säcken

Insgesamt seien die Spielplätze ordentlich. Ein weiteres Problem, so Linde, gebe es in den Wohngebieten Stadtfeld, Burgbreite und Harzblick mit den gelben Säcken. Bewohner nutzen sie immer wieder für Müll, der nicht mit dem Grünen Punkt gekennzeichnet ist. Das gehe soweit, dass die Entsorger sich weigern, die Säcke mitzunehmen, wenn sie nicht von den Hausmeistern vorsortiert werden.