Wernigerode l Eine buntgemischte Reisegruppe aus fast 50 Senioren und Studenten ist vor Kurzem mit vielen Eindrücken nach Wernigerode zurückgekehrt. Vom 4. bis 7. April haben die Teilnehmer von "Jung und Alt auf Reisen" die Lausitz entdeckt. Lisa Bauer, Leiterin des Projektteams, und vier weitere Studenten der Hochschule Harz hatten für Wernigeröder Senioren ein sorgfältig ausgewähltes Programm vorbereitet.

Ein Ausflug in die weltbekannte Porzellanmanufaktur in Meißen mit anschließender Stadtführung war der Höhepunkt der Reise. Doch es gab vieles mehr zu erleben. "Im Sorbischen Kulturzentrum in Schleife erhielten wir einen Einblick in die spannende Geschichte der westslawischen Volksgruppe und ein kulinarischer Besuch im Bautzner Senfmuseum gab der Reise dann noch die richtige Würze", so Lisa Bauer.

"Für alle Senioren ist es jedes Mal eine große Bereicherung, an einer solchen Reise teilzunehmen", sagt Renate Schulze, Vorsitzende der Seniorenvertretung der Stadt Wernigerode, die das Projekt ins Leben gerufen hat.

Vom Reiseverlauf, der Ticketbestellung für die Sehenswürdigkeiten über die Hotelreservierung und abwechslungsreiche Verpflegung - die Organisation liegt bei "Jung und Alt auf Reisen" ganz in studentischer Hand, wird aber mit der Seniorenvertretung abgestimmt.

Jeweils zwei Teammitglieder begleiten die Fahrt als Reiseleiter und stehen den Teilnehmern bei Wünschen und Problemen zur Seite. Durch die jährlich steigende Nachfrage finden die Reisen inzwischen zweimal pro Jahr statt. Im Winter werden Tagesfahrten und im Sommer viertägige Touren unternommen. Die Vorteile für die Senioren liegen auf der Hand - sie können gemeinsam eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Reise unternehmen. Aber auch für die Studenten ist "Jung und Alt auf Reisen" ein Projekt voller Chancen.

Sie sammeln nicht nur praktische Erfahrungen, sondern lernen auch, sich auf eine anspruchsvolle, sensible und wichtige Kundengruppe einzustellen. "Es ist die besondere Mischung, die diese Art des gemeinsamen Reisens auszeichnet", sagt Lisa Bauer. Renate Schulze stimmt ihr zu: "Besonders geschätzt wird die fröhliche Stimmung im Bus und das lebendige Beisammensein." Zum Abschluss konnte jeder Gast einen Bewertungsbogen ausfüllen, um den Studenten die Möglichkeit zu geben, die nächste Fahrt noch schöner zu gestalten.

Seit dem Projektstart im Jahr 2010 waren über 350 Senioren mit der Harzer Interessengemeinschaft der Tourismusstudierenden (HIT) in Tangermünde, Bremerhaven und Naumburg unterwegs.