Nach der dritten Ausstrahlung der Reportage "Zigeuner–Leben: Jenny und ihre Roma-Kinder" bei einem privaten Fernsehsender kann sich der "Siebenbürgen-Verein" über einen gewaltigen Nachfrageschub freuen. Seitdem registriert er neben einer erheblich gewachsenen Spendenbereitschaft auch eine zunehmende internationale Aufmerksamkeit. Am 3. Advent wurde das traditionelle Weihnachtskonzert in Darlingerode für eine weitere Sammlung genutzt.

Stapelburg/Darlingerode. Seit mittlerweile sechs Jahren lädt der Chor des Wernigeröder Gymnasiums Stadtfeld um diese Jahreszeit in die Sandtalhalle nach Darlingerode ein. Das war auch am letzten Sonntag wieder der Fall. Es ist nicht nur eine willkommene Gelegenheit, sich zu treffen und gemeinsam auf das Fest einzustimmen. Es ist ein Adventskonzert der besonderen Art. Die dahinter steckende Idee war es von Anfang an, den Verein "Kinderhilfe für Siebenbürgen" zu unterstützen, so Chorleiterin Susanne Ristau.

Ein Adventskonzert der besonderen Art

In diesem Jahr war der Andrang noch größer als 2009. Dabei ist der Ablauf immer ähnlich. Zunächst freuen sich die Gäste aller Altersgruppen auf Kaffee und den selbst gebackenen Kuchen. Eine Stunde später folgt der Auftritt des Chores.

Susanne Ristaus herzerfrischende Moderation begeisterte auch in diesem Jahr wieder das Publikum und ließ die Aufforderung zum Mitsingen in der Sandtalhalle nicht unverhallt. Das war am dritten Adventssonntag auch ganz besonders notwendig, da die Reihen des Chores aus den verschiedensten Umständen um beinahe ein Drittel gelichtet waren. So musste sich denn auch die Chorleiterin hörbar lauter in Szene setzen, als normalerweise üblich.

Deutsche und internationale Weihnachtslieder wurden zu Gehör gebracht. Ergänzt wurde dieser Auftritt der Gymnasiasten durch ein amüsantes Weihnachtsstück und die Theatergruppe. Dabei dürfte der Auftritt der "Gameboys" ebenso in Erinnerung geblieben sein, wie jener des Weihnachtsmanns und der "getanzte" Walzer.

Über 50 E-Mails binnen 24 Stunden

Der Darlingeröder Verein "Goldener Herbst" übergab im Anschluss an die Veranstaltung eine Spende von 200 Euro an den Vorsitzenden des Vereins "Kinderhilfe Siebenbürgen", Hilmar Rasche. Die Sammlung im Saal ergab weitere 376 Euro. Am Rande informierte der Stapelburger über die gewaltige Resonanz der inzwischen zum dritten Mal ausgestrahlten Fernseh-Reportage "Zigeuner-Leben: Jenny und ihre Roma-Kinder" (wir berichteten). Unmittelbar danach habe das Telefon "nicht mehr stillgestanden". Binnen der ersten 24 Stunden erreichten den Verein über 50 E-Mails. Zuschauer, die den gut 30-minütigen Film bei einem privaten Fernsehsender gesehen hatten, meldeten sich spontan aus allen Teilen der Bundesrepublik und boten ihre Hilfe an. Eine entsprechend große Resonanz habe es an jenem Abend auch von Privatpersonen und Firmen aus der Schweiz sowie aus Österreich gegeben, freute sich Hilmar Rasche.

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