Wer A sagt, muss auch B sagen. Das gilt auch für den Cannabisanbau. In Deutschland sind – A – seit dem 10. März 2017 Cannabisblüten und -extrakte als Arzneimittel zugelassen. Daneben zubereitete Fertigarzneimittel aus Pflanzen und Pflanzenteilen.

Und nun das B. Warum sollte Hanf mit berauschendem THC-Anteil, der Patienten als wirksames Schmerzmittel verschrieben wird, importiert werden? Sachsen-Anhalt hat genügend Möglichkeiten, selbst kontrolliert anzubauen. Für den Landesbedarf oder vielleicht sagar darüber hinaus.

Um sofort Klarheit zu schaffen: Hier geht es nicht um Felder zur Selbstbedienung, wie Erdbeerflächen oder um Chausseeapfelbäume zum Selberpflücken, sondern um gesicherte Bereiche – umzäunt, bewacht.

Wer – wie bei der Suche nach Atommüllstandorten mit dem Finger auf andere Bundesländer zeigt und nach der Methode verfährt: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“, der hat die Zeichen der Zeit verkannt.