Halberstadt l Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen einen 42-jährigen ehemaligen Chefarzt des Ameos-Klinikums in Halberstadt sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft weitere mögliche Opfer bekannt geworden. Wie viele es sind und woher sie stammen, dazu wollte Oberstaatsanwalt Hauke Roggenbuck nichts sagen. Bisher war die Polizei von vier Betroffenen ausgegangen. Dem beschuldigten Mediziner wird vorgeworfen, die Frauen beim einvernehmlichen Oral-Sex ohne ihr Wissen unter Drogen gesetzt zu haben. Er hatte deutschlandweit an Kliniken gearbeitet.

Die Frauen soll er aber im privaten Bereich kennengelernt haben. Eine 38-Jährige war am 20. Februar in der Wohnung des damaligen Chefarztes in Halberstadt an einer Überdosis Kokain zusammengebrochen. Sie verstarb sechs Tage später. Der Beschuldigte, von dem sich die Klinik Ende Februar trennte, sitzt seit seiner Festnahme am 29. März wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge und gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft.