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  7. Uniklinikum Magdeburg: Pathologie hat neuen Chef - Facharzt soll Institut neu aufstellen

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Mediziner aus Hannover übernimmt DiagnostikPathologie an Uniklinikum Magdeburg hat neuen Chef

Das Uniklinikum Magdeburg hat einen neuen Leiter für die Pathologie gefunden. Der Facharzt, der parallel weiter auch in Hannover arbeitet, soll das Institut neu aufstellen.

Von Alexander Walter Aktualisiert: 30.01.2024, 18:16
Eingang zum Uniklinikum Magdeburg.
Eingang zum Uniklinikum Magdeburg. Foto: Uli Lücke

Magdeburg - Die Pathologie am Uniklinikum Magdeburg hat einen neuen Chef. Ludwig Wilkens übernimmt ab sofort die Leitung der Diagnostik am Institut – parallel zu seiner Tätigkeit am Pathologischen Institut beim Klinikum der Region Hannover (KRH), teilte das Uniklinikum am Dienstag mit. Zudem werde Wilkens Aufgaben der Aus- und Weiterbildung sowie der Forschung am Institut übernehmen, ergänzte ein Sprecher. Aufgabe des Mediziners ist es demnach, das Institut neu aufzustellen.

Kooperation mit Klinikum der Region Hannover

Verbunden mit der Leitungsübernahme sei auch eine Kooperation mit dem KRH, hieß es weiter. Ein Teil der von der Pathologie vorgenommenen Gewebsuntersuchungen soll dabei in Arbeitsteilung vorübergehend ans KRH weitergeleitet werden. Ziel sei aber, diese nach dem Aufbau des Instituts am Uniklinikum Magdeburg zurückzuholen, betonte der Sprecher.

Ludwig Wilkens ist der neue Direktor am Institut für Pathologie des Uniklinikums Magdeburg.
Ludwig Wilkens ist der neue Direktor am Institut für Pathologie des Uniklinikums Magdeburg.
Foto: privat

Neben Wilkens habe man zudem zwei weitere Fachärztinnen fürs Institut gewinnen können. Wilkens gilt laut Uniklinik als anerkannter Experte. Neben seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit am KRH ist er unter anderem Mitglied in der Internationalen Akademie für Pathologie sowie in der Deutschen Gesellschaft für Pathologie.

Verdacht auf hunderte Fehldiagnosen unter früherem Institutsleiter

Die frühere kommissarische Leiterin Dörthe Jechorek hatte die Uniklinik 2023 verlassen. Jechorek hatte die Pathologie im August 2020 nach dem Weggang ihres Vorgängers übernommen. Die Uniklinik hatte dem früheren Institutsleiter zuvor gekündigt. Anlass war der Verdacht auf mindestens 694 Fehldiagnosen, bei Gewebeuntersuchungen, in 52 Fällen mit körperlichen Folgen für Patienten. Die Klinik ließ damals mehr als 5800 Proben extern erneut untersuchen. Die Staatsanwaltschaft stellte Verfahren zu mehreren Strafanzeigen in der Folge aber ein.

Die Lehre am Institut für Pathologie soll bis zur Berufung einer neuen akademischen Leitung vorerst weiter die Unimedizin Halle übernehmen.