Magdeburg l Nur selten ist es den Einsatzkräften möglich, nach einem Unfall den Hergang beziehungsweise die Ursache nachzuvollziehen. Anders schaut es nun nach einem Unfall in der vergangenen Woche aus. Am 11. November war ein Lastwagen zwischen den Anschlussstellen Burg-Ost und Burg-Zentrum auf ein Stauende aufgefahren. Wie durch ein Wunder überlebte der Fahrer des auffahrenden Lasters. Kurz nach dem Unfall ging das Führerhaus in Flammen auf. Berufskraftfahrer, die die Kollision gesehen hatten, eilten umgehend zu dem Unfallwrack und löschten es mit Handfeuerlöschern. Wegen des Unfalls musste die Autobahn stundenlang gesperrt werden.

Genau eine Woche nach dem Unfall landete das Video, das diesen schweren Unfall zeigt, nun im sozialen Netzwerk Facebook. Hochgeladen wurde es von einem Bergungsunternehmen, welches die Unfallstelle beräumt hatte. Die in Schopsdorf (Jerichower Land) ansässige Firma hat immer wieder mit schweren Unfällen auf der Autobahn 2 zu tun. Hochgeladen habe man das Video, um auf die Wichtigkeit von Dash-Cams aufmerksam zu machen, teilten die Abschlepper auf ihrer Seite mit. Dash-Cams sind kleine Kameras in Fahrzeugen, die das Verkehrsgeschehen filmen. Deren Einsatz ist vor allem unter Datenschützern umstritten.

Das Video zeigt den Unfall in voller Gänze. Aufgenommen wurde es von einem Autofahrer, der gerade auf der linken Spur das Unfallende überholte. Zu sehen ist, wie der Lkw nahezu ungebremst auf einen stehenden Laster auf der rechten Fahrspur kracht. Sofort schießen Flammen unter dem Fahrerhaus hervor. Ein Brand entwickelt sich, Brummifahrer greifen beherzt ein und bekämpfen die Flammen. "Es ist ein Wunder, dass der Fahrer diesen Unfall schwer verletzt überlebt hat", urteilen die Abschlepper bei Facebook.