Salzwedel l Während der FSV Heide Letzlingen einen souveränen Heimerfolg über Grieben feierte, verlor der Tabellenzweite SV Eintracht Salzwedel 09 sein Gastspiel beim SV Germania Tangerhütte absolut verdient mit 1:3 (1:1). Durch diese überraschende Auswärtspleite vergrößerte sich der Rückstand auf die Heide-Kicker auf uneinholbare acht Zähler. Die Ostaltmärker aus Tangerhütte haben durch diesen Dreier endgültig den Klassenerhalt perfekt gemacht.

Germania tritt mutig auf

Die Gastgeber traten gegen den Favoriten aus Salzwedel sehr mutig auf, stellten das Mittelfeld des Gegners gut zu und pressten die Eintracht bereits in der eigenen Hälfte im Spielaufbau. Die Jeetzestädter kamen mit dem Pressing und der Manndeckung überhaupt nicht zu Recht. Zudem leisteten sich die 09er eine enorm hohe Fehlerquote.

Tangerhütte hatte am Sonnabend neben der Arbeit gegen den Ball noch eine zweite Stärke. Praktisch jeder ruhende Ball wurde gefährlich. So auch beim 1:0 (13.). Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld machte Gürtler den Ball in der Box fest und kam aus der Drehung zum Abschluss. Bei diesem abgefälschten Ball stand Christian Englich am zweiten Pfosten goldrichtig.

Während die Salzwedeler weiter anrannten, dies aber teils ideelos taten und somit ohne Durchschlagskraft blieben, verteidigte der Underdog aus Tangerhütte resolut und machte beim Klärungsversuch keine Gefangenen.

Eintracht im Pech

So kam der 1:1-Ausgleich in der 35. Spielminute auch etwas aus dem Nichts. Das erste Mal in dieser Partie setzte sich die Eintracht auf der linken Seite durch und kam bis zur Grundlinie. Die Flanke von Wulff wurde zwar geklärt, allerdings direkt vor den Füßen von Plewe, der den Ball aus der Drehung mit dem schwächeren linken Fuß in den Winkel schlenzte. Zwei Minuten später hatten die Gäste sogar die Führung auf dem Fuß, doch die gedachte Flanke von Heuer landete nur auf der Latte.

In den zweiten 45 Minuten knüpfte Tangerhütte wieder an die Leistung aus der ersten halben Stunde an und zwang die verunsicherte Eintracht bei „Fritz-Walter-Wetter“ zu einer hohen Fehlerquote.

Taube trifft per Freistoß

Gerade einmal vier Minuten nach Wiederanpfiff zirkelte Taube einen Freistoß auf den zweiten Pfosten. Dort stand Patrice Boehm goldrichtig und nickte zur erneuten Führung ein - 2:1.

Wer in der zweiten Hälfte trotz eines Doppelwechsels jetzt irgendwie auf eine Leistungssteigerung des Tabellenzweiten spekulierte, wartete vergeblich. Es änderte sich schlichtweg wenig.

Böhm setzt Schlusspunkt

In der 55. Minute war dann der Drops auch im Prinzip schon gelutscht. Wieder fand ein ruhender Ball von Robert Taube Boehm, der erneut am zweiten Pfosten per Kopf vollendete - 3:1.

In der Folge gaben die Westaltmärker zwar alles, doch es klappte offensiv einfach zu wenig. Lediglich Gregor Roth (59./knapp drüber) und Julian Seehausen per Kopf (82./gehalten) verbuchten zwei Halbchancen, blieben aber glücklos. Weil in der Schlussphase Englich (80./knapp vorbei, 81./stark gehalten) zwei Großchancen ausließ, ging der 3:1-Endstand am Ende auch absolut in Ordnung.