Gardelegen l Dabei besiegten die Schützlinge von Henry Berg im Finale den VfB Ottersleben knapp nach Neunmeterschießen mit 4:3. Das war schon ein erlesenes Feld, was sich die Talente des SSV 80 Gardelegen eingeladen hatten. Das Team von Michael Kutschki und Steffen Schulze stellte sogar zwei Teams, wobei Mannschaft rot als Gruppenkopf der Staffel A und Team weiß als Gruppenkopf der Staffel B gesetzt wurden. Hinzu kamen noch der 1. FC Lok Stendal, der VfB Ottersleben, der SV Eintracht Salzwedel, der Osterburger FC, der Haldensleber SC und der 1. FC Oebisfelde.

Doch ehe es in die Entscheidungsspiele ging, wurde die Vorrunde mit zwei Gruppen zu je vier Teams mit einer Spielzeit von einmal 12 Minuten ausgespielt. So galt es, einen der ersten beiden Plätze in der Staffel zu erreichen, um in die Vorschlussrunde einzuziehen.

In der Gruppe A setzte sich mit vollen neun Punkten der SSV 80 Gardelegen (rot) durch, zeigte die beste Spielanlage und fegte sogar den späteren Turniersieger, der sich scheinbar erst finden musste, mit 5:1 von der Platte. Die Stendaler gaben in der Gruppe A aber nur das Match gegen Gardelegen ab. Die Spiele gegen den Haldensleber SC (8:1) und gegen den Osterburger FC (3:3) verloren sie nicht. So sicherten sich die Ostaltmärker mit vier Punkten – dank des besseren Torverhältnisses gegenüber dem OFC – das zweite Halbfinalticket.

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In der Gruppe B dagegen ging es richtig spannend zu. Am Ende standen drei Teams mit jeweils sechs Zähler da und hofften auf das Torverhältnis. Auch hier hatten die Gardelegener (weiß) die Nase vorn und setzten sich mit 10:5-Treffern an die Tabellenspitze. Auf Platz zwei landeten die Kicker des VfB Ottersleben, die auf 10:7-Tore kamen. Das gleiche Torverhältnis von plus drei hatten auch die Kicker des SV Eintracht Salzwedel aufzuweisen, doch da bei Punktgleichheit und gleichem Torverhältnis die mehr geschossenen Treffer zählen, blieb für die Eintracht (9:6) nur der in diesem Falle undankbare dritte Gruppenplatz.

Und im ersten Halbfinale kam auch gleich wieder enorme Spannung auf. Die taktisch cleveren Otterslebener trotzten Turnierfavorit Gardelegen (rot) ein 3:3 ab und zeigten auch im anschließenden Neunmeterschießen keine Nerven und sicherten sich etwas überraschend das Finalticket. Das zweite Halbfinale war dagegen eine klare Angelegenheit für den 1. FC Lok Stendal, der dem weißen Gardelegener Team beim 4:1-Erfolg die Grenzen aufzeigte.

Nachdem die Platzierungsspiele absolviert waren, wobei der 1. FC Oebisfelde im Match um Platz sieben gegen den Haldensleber SC mit 2:0 die Oberhand behielt, und der SV Eintracht Salzwedel das Match um Platz fünf gegen den Osterburger FC mit 4:1 für sich entscheiden konnte, ging es um die Pokale. Zunächst stritten sich die beiden Gardelegener Mannschaften in einem internen Duell um Bronze. Den kleinen Pokal durften schließlich die roten SSVer in die Höhe strecken. Nach dem 2:0-Erfolg war der dritte Platz sicher.

Nun stand das mit großer Spannung erwartete Finale auf der Tagesordnung. In den zwölf Minuten schenkten sich die Stendaler und die Ottersleber nichts, trennten sich schließlich 2:2-remis und mussten ins Neunmeterschießen. Wie allseits bekannt liegen hier Glück und Pech immer eng beieinander. Und so war es auch diesmal. Die Ostaltmärker zeigten vom Punkt keine Nerven und siegten mit 4:3. Damit war der große Pott der Lohn für die Mühen.

In den Sonderwertungen räumten die Gardelegener und die Salzwedeler aber ordentlich ab. Während Neo Sky Preuß (Salzwedel) zum besten Spieler gewählt wurde, freute sich SSV-Keeper Mattes Schulze (Team rot) über diese Auszeichnung in seiner Kategorie. Bester Torschütze wurde David Scheinert (SSV rot), der sich im Stechen gegen drei weitere Konkurrenten, die ebenfalls siebenmal einnetzten, durchsetzen konnte.

Gruppe A: SSV 80 Gardelegen (rot) - 1.FC Lok Stendal 5:1 Osterburger FC - Haldensleber SC 4:1 SSV 80 Gardelegen (r) - Osterburger FC 4:2 1.FC Lok Stendal - Haldensleber SC 8:1 Haldensleber SC - SSV 80 Gardelegen (r) 0:5 1.FC Lok Stendal - Osterburger FC 3:3

Tabelle: 1. SSV 80 Gardelegen 14:3 / 9 2. 1.FC Lok Stendal 12:9 / 4 3. Osterburger FC 9:8 / 4 4. Haldensleber SC 2:17 / 0

Gruppe B: SSV 80 Gardelegen (w) - SV Eintracht SAW 3:0 1. FC Oebisfelde - VfB Ottersleben 0:4 SSV 80 Gardelegen (w) - 1.FC Oebisfelde 5:2 SV Eintracht Salzwedel - VfB Ottersleben 5:3 VfB Ottersleben - SSV 80 Gardelegen (w) 3:2 SV Eintracht Salzwedel - 1. FC Oebisfelde 4:0

Tabelle: 1. SSV 80 Gardelegen (w) 10:5 / 6 2. VfB Ottersleben 10:7 / 6 3. SV Eintracht Salzwedel 9:6 / 6 4. 1.FC Oebisfelde 2:13 / 0

Halbfinale: SSV 80 Gardelegen (r) - VfB Ottersleben 5:6 (3:3) SSV 80 Gardelegen (w) - 1.FC Lok Stendal 1:4

Spiel um Platz sieben: Haldensleber SC - 1. FC Oebisfelde 0:2

Spiel um Platz fünf: Osterburger FC - SV Eintracht Salzwedel 1:4

Spiel um Platz drei: SSV Gardelegen (r) - SSV Gardelegen (w) 2:0

Finale: VfB Ottersleben - 1.FC Lok Stendal n.N. 3:4 (2:2)

Bester Spieler: Neo Sky Preuss (SVE Salzwedel)

Bester Torwart: Mattes Schulze (Gardelegen rot)

Torschütze: David Scheinert (Gardelegen rot)

SSV 80 Gardelegen (rot): Schulze - Kutschki (7 Tore), D. Scheinert (7), Bröckel, E. Haak (1), Schulz (4), Schilling, B. Lenz.

SSV 80 Gardelegen (weiß): Stern - Verter (1), Helmuth (3), Linnow (3), Knipp (1), Teuber (2), Papke (1), Hecht.

1. FC Lok Stendal: Fehring - Schlegel, Schulz, Voigt (2), Nowack (1), Klautzsch (5), Grige (3), Hoffmann (7), Heine.

SVE Salzwedel: Lee Minh - Sticherling (4), Picht (2), Riebenstahl, L. Müller, Preuss (6), H. Müller, Meyer, Grabowski.

Osterburger FC: Gieseke - Schulz (4), Rodenbeck, Köhn, Nöske, S. Köberle, Timmer (5), H. Köberle, Hocke.

1. FC Oebisfelde: Klanke - Sens, Leon Richter (2), Len Richter, Bruns, Stemschek, Wunderlich (1), Sperlich, Matthias.