Staßfurt l Immer wieder fehlt hier ein Sechser. Da kann ein Stürmer nicht dabei sein. Und auch in der Viererkette wurde schon gut variiert. Auch der SV 09 Staßfurt bleibt nicht verschont von Verletzungssorgen. Das gilt auch für das Heimspiel gegen den FC Einheit Wernigerode heute um 15 Uhr. Zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Edgar-Stein-Spielfeld. Neben den Langzeitverletzten werden auch Benjamin Kollmann und Markus Müller, die sich nach ihren kleineren Verletzungen im Training am Donnerstag versuchten, jedoch noch nicht einsatzfähig sind, sowie Stefan Stein (10. Gelbe Karte) fehlen. Auch hinter Felix Jesse (Wadenprobleme) steht noch ein Fragezeichen. Dass sich die Staßfurter dennoch in den vergangenen Wochen auf Platz zwei vorspielten, liegt nicht nur am großen Kader, sondern auch daran, dass die Staßfurter einige echte „Dauerbrenner“ im Kader haben.

Und so einer ist auch Matthias Lieder. Der 30-Jährige hatte sich beim SV 09 beruflich bedingt eine Auszeit genommen, ist seit einigen Wochen wieder ein fester Bestandteil des Kaders. Sehr zur Freude von Coach Jens Liensdorf. „Er ist mit seinen Qualitäten unverzichtbar und passt genau zu unserer Spielweise.“ Was den Außenspieler auszeichnet? Sicher nicht nur seine „unglaubliche Schnelligkeit“, weiß Liensdorf. „Er verfügt für seine Größe auch über ein gutes Kopfballspiel und ist stark im Eins-gegen-Eins.“ Weil er zudem noch voll hinter dem Verein steht und sogar die G-Junioren trainiert, passt er „goldrichtig“.

Und so soll „Matze“ Lieder auch beim heutigen Topspiel gegen Wernigerode eine wichtige Rolle spielen. Denn eine einfache Aufgabe wird das sicher nicht. Das zeigte nicht nur das 1:1 im Hinspiel, in dem Keeper Tobias Witte „uns den Punkt rettete“. Einheit hat noch drei Spiele weniger auf dem Konto als der SV 09 und könnte dem Tabellenzweiten nochmal gefährlich werden. Der Trainer warnt: „Wernigerode hat viele erfahrene und gute Individualisten dabei.“ Vor allem auf Andy Wipperling und Nick Schmidt sollten seine 09er ein Auge haben. „Die können Spiele im Alleingang entscheiden und ziehen die Fäden im Mittelfeld.“ Komplettiert wird diese Achse von Abwehrchef Christoph Braitmaier, der „in den Zweikämpfen sehr präsent“ ist. „Auf diese Spieler müssen wir das Hauptaugenmerk legen, wir müssen hellwach sein.“

Natürlich wollen die Staßfurter den Gegner aber gar nicht erst zur Geltung kommen lassen, in dem sie ihr eigenes Spiel durchziehen. Zuletzt hat sich der Tabellenzweite da taktisch ein wenig ausprobiert, agierte auch mal mit drei Spitzen. Ist das wieder eine Option? „Nein, taktisch werden wir in den verbleibenden Spielen nicht mehr experimentieren.“ Da steht einfach zu viel auf dem Spiel für den SV 09. „Wir haben jetzt noch fünf Endspiele vor dem großen Finale gegen Westerhausen. Da gilt: Volle Kraft voraus.“