Schweinitz (dma/sza) l Insgesamt trafen sich am vergangenen Sonntag elf Schützen auf dem Schweinitzer Schießplatz. Sie wollten mit der ehemaligen Standard-Ordonnanzwaffe der Roten Armee mit Kaliber 9,2 x 18 mm auf 25 Meter Entfernung den besten Schützen des Jahres ermitteln.

Gleich in der ersten Runde legte Andreas Kalisch 83 Ringe vor. Thomas Wunderlich und Peter Müller, die auch auf Landes- und Bundesebene mit Großkaliber-Kurzwaffen für die Schweinitzer Schützengilde "St. Hubertus" zu Wettkämpfen antreten, tasteten sich mit mit 82 und 83 Ringen an das vorgelegte Ergebnis heran. Kalisch verbesserte auf 85 Ringe und ging damit einem möglichen Stechen aus dem Weg.

Die anderen Schützen machten sich keine Illusionen, einen Preis zu ergattern. Sie schossen aber weiter mit, um ihre persönliche Bestleistung zu ermitteln. Natürlich wurde auch wieder gescherzt, die Makarow sei nur für acht Schüsse (das Fassungsvermögen des Magazins) und einen gezielten Wurf gut. Aufgrund der Magazingröße wurden mit Nachladern jeweils zweimal fünf Schüsse auf die Scheiben abgegeben, um auf die zehn notwendigen Schüsse für eine Wertungsrunde zu kommen.

Ungefähr zur Halbzeit erschien Pokalverteidiger Ralf Bayer. Auch er probierte sich mit zweimal 76 Ringen, bevor er mit 87 Ringen bis zum Schluss unübertroffen siegte.

In seinem Schlusswort würdigte der Präsident der Schweinitzer Schützengilde, Egbert Köhler, die Ergebnisse. Solche hohen Ringzahlen freihändig mit einer Pistole zu erzielen, die schon aufgrund ihrer Lauflänge von nur 93 mm als wenig treffsicher gilt, grenze schon an ein Wunder. Auch die Schützen, die mit anderen Großkaliber-Kurzwaffen Erfolge erzielten, bestätigten dies.