Zerbst l Dabei wurden die Rot-Weißen wieder ganz kalt erwischt, denn schon in der neunten Minute zappelte der Ball im Tor von Ricardo Werner. „Das war wieder eine Situation, wo wir nicht richtig am Mann waren“, haderte Trainer David Ritze. Der Ball wurde abgefälscht und ging an Freund und Feind vorbei zu Marcus Plomitzer, der ihn durch die Beine von Werner einschob.

Zerbst belohnt sich

Doch die Zerbster machten weiter und wurden in der zwölften Minute belohnt. Einen Freistoß musste Gästetorhüter Robert Hahn prallen lassen. Stefan Kunitschke schnappte sich die Kugel und legte sie quer zu Daniel Ernst, der zum 1:1-Ausgleich einschob.

Danach wurde von beiden Mannschaften erwartungsgemäß spielerisch nicht gerade ein Leckerbissen geboten, aber kämpferisch hatten beide alles auf den Platz gebracht. So kamen auch ein paar Chancen zustande, die jedoch nicht genutzt werden konnten.

Nach der Halbzeit musste der Torschütze zum 1:1, Daniel Ernst, verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Er hatte sich erneut am Oberschenkel verletzt und Trainer und Mannschaft hoffen, dass er bald wieder genesen ist. Für ihn kam Maik Fambach und fügte sich nahtlos ein.

Mit viel Kampf ging die Partie weiter. Überhaupt war nach Aussage von David Ritze bei beiden Mannschaften „spielerisch viel Lauft nach oben“. Echte Torchancen ergaben sich vorerst nicht.

Die beste Chance für die Rot-Weißen hatte Torben Fischer, der frei durch war, aber knapp verfehlte (73.).

Als sich schon viele mit der Punkteteilung abgefunden hatten, schlugen die Hausherren doch noch zu. Erneut konnte Fischer den Ball erobern und steckte zu Pascal Lude durch, der aus spitzem Winkel den 2:1-Siegtreffer erzielte (82.).

Die Rot-Weißen hatten sogar noch die große Möglichkeit, auf 3:1 zu erhöhen. Als der eingewechselte Max Syring von Fischer freigespielt wurde, ging sein Schuss nur knapp am langen Pfosten vorbei.

So blieb es beim knappen, aber verdienten Heimsieg der Rot-Weißen, die es in den nächsten beiden Spielen wieder mit Gegnern aus der oberen Tabellenhälfte zu tun bekommen. Am Samstag müssen sie beim Tabellendritten in Reppichau antreten. Eine Woche danach, am 21. April, wartet mit Blau-Weiß 1921 Brachstedt der Tabellenfünfte.

„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Die drei Punkte zu holen, hatte oberste Priorität“, freute sich David Ritze über den Erfolg und fügte an, „lieber mal ein Scheißspiel zu sehen, dafür aber drei Punkte einzufahren“.

Nun bereitet sich das Team auf das Reppichau-Spiel intensiv vor. Da sieht es personell dann voraussichtlich nicht so gut aus, denn neben Kapitän Hagen Ernst fehlt Carsten Kosel, der seine fünfte gelbe Karte erhielt. Es ist zu hoffen, dass Daniel Ernst und Max Schröter, der einen Schlag abbekommen hatte, wieder zur Verfügung stehen.

Zerbst: Werner – H. Ernst, S. Sens, Kunitschke (78. Syring), Fischer, D. Ernst (49. Fambach), Alarich, Kosel, Lude, Schröter, Meerkatz; SR: Menzel (Fortuna Magdeburg); ZS: 54.

Tore: 0:1 Plomitzer, Marcus (9.), 1:1 Ernst, Daniel (12.), 2:1 Lude, Pascal (82.).