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Ameos Klinikum Haldensleben Von der Kita in die Kinder- und Jugendpsychiatrie: Erzieherin wagt beruflichen Neustart

Als der Arbeitsalltag zur Routine wurde, entschied sich Wiebke Sommermeyer für einen Neuanfang. Heute arbeitet sie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und begleitet junge Menschen in herausfordernden Lebenssituationen.

04.02.2026, 10:00
Wiebke Sommermeyer wagte einen beruflichen Neuanfang. Die ausgebildete Erzieherin ist jetzt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie tätig.
Wiebke Sommermeyer wagte einen beruflichen Neuanfang. Die ausgebildete Erzieherin ist jetzt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie tätig. Foto: Ameos

Haldensleben/ws/vs - Mit dem Wunsch nach Veränderung begann für Wiebke Sommermeyer vor drei Jahren eine neue berufliche Phase. Der Wechsel von einer Kindertagesstätte in die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Ameos Klinikums in Haldensleben habe für sie einen Neuanfang markiert: „Ich habe meine Arbeit in der Kita sehr gern gemacht, aber vieles wiederholte sich und der Alltag wurde sehr routiniert. Ich wollte mich weiterentwickeln und bewusst etwas Neues ausprobieren“, sagt Wiebke Sommermeyer.

Wie Ameos mitteilt, habe der Einstieg in den psychiatrischen Stationsalltag für die junge Frau zahlreiche neue Eindrücke mit sich gebracht. Zwar verfügte Wiebke Sommermeyer aus ihrer Ausbildung bereits über psychologische und sozialpädagogische Grundlagen, dennoch habe die Arbeit auf Station eine neue fachliche und emotionale Herausforderung dargestellt. Eine strukturierte Einarbeitung, fachliche Materialien und ein enger Austausch mit den neuen Kollegen gaben ihr dabei die nötige Sicherheit, heißt es weiter.

Junge Patienten Stabilität geben

Viele Kompetenzen aus ihrer Zeit in der Kita könne sie heute gezielt einsetzen. Erfahrungen mit belasteten familiären Situationen würden ihr helfen, Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen besser zu verstehen und einzuordnen. Auch im Umgang mit herausfordernden Themen wie Selbstverletzung entwickelte Wiebke Sommermeyer zunehmend eine professionelle Sicherheit.

In der Arbeit mit älteren Kindern und Jugendlichen erkenne sie heute deutlicher, wie frühkindliche Erfahrungen spätere Entwicklungen beeinflussen können. Das Wissen aus ihrer Erzieherausbildung helfe ihr, Verhaltensweisen besser einzuordnen und junge Menschen ganzheitlich zu begleiten.

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Besonders schätze sie die Gestaltungsfreiheit im Arbeitsalltag. Kreative Angebote wie Basteln, Backen oder Bewegung geben den jungen Patienten Struktur, Normalität und Stabilität. Ein verlässliches Team, regelmäßige Schulungen sowie eine unterstützende Führung sorgen für Sicherheit – auch in emotional herausfordernden Situationen.