Magdeburg l Binnenschiffer und Weiße-Flotte-Kapitäne müssen sich wohl auch in den nächsten Tagen mit Niedrigwasser in der Elbe in Magdeburg herumschlagen. Nach dem historischen Tiefstand im Fluss von 46 Zentimetern am Pegel Strombrücke am 27. August 2018 verheißt auch die Vorhersage für die kommenden Tage keine Veränderung - trotz einiger Regenfälle in der Region und im Elbeeinzugsgebiet in Sachsen. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Laut Vorhersage bewegt sich der Pegelstand an der Strombrücke in Magdeburg auch weiterhin um die 50 Zentimeter. In der sogenannten Abschätzung für den 5. September 2018 wird ein neuer Niedrigwasserrekord nicht ausgeschlossen. Tritt diese (unsichere) Vorhersage ein, könnte der Pegel sogar auf 45 Zentimeter fallen. Das wäre dann ein neuerlicher Tiefststand für die Elbe.

Den Binnenschiffern und Weiße-Flotte-Kapitänen nützt ohnehin nur ein deutlicher Anstieg. Ab etwa 90 Zentimetern Pegelstand könnten die Ausflugsdampfer und auch die ersten Transportschiffe wieder in die Elbe stechen. Doch ein solcher Wasserstand ist nicht in Sicht.

Bombenfund in Magdeburg

Magdeburg (rk) l Am Sonnabend hat das Niedrigwasser eine Bombe offenbart und für viele Magdeburger das Wochenende durcheinander gewirbelt.

  • Der Fund einer 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Elbe hat für viele Magdeburger Aufregung ins Wochenende gebracht. Foto: Tom Wunderlich

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  • Bereits in der Nacht sicherte die Polizei den Fundort der Bombe in Magdeburg ab. Foto: Matthias Strauß

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  • Auf einer Pressekonferenz hatte der Krisenstab am Mittag über den aktuellen Stand und die weiteren Pläne informiert. Foto: Stefan Harter

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  • Während der Entschärfung kommt es zu einer  Sperrung von Nordbrückenzug und Strombrücke. Foto: Jana Heute

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  • Die Entschärfung der Bombe musste zeitlich immer wieder nach hinten verschoben werden, da viele Anwohner ihre Häuser nicht sofort verließen. Foto: Stefan Harter

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  • Beamte gingen die Hauseingänge von Nord nach Süd ab, um sicherzustellen, dass alle Bewohner ihre Häuser verlassen. Foto: Tom Wunderlich

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  • Wegen des Bombenfundes in der Elbe müssen in Magdeburg auch Alten- und Pflegeheime evakuiert werden. Foto: Matthias Strauß

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  • Die Bombe liegt circa 25 Meter von der Kaimauer entfernt im Wasser der Elbe. Foto: Tom Wunderlich

    Die Bombe liegt circa 25 Meter von der Kaimauer entfernt im Wasser der Elbe. Foto: Tom Wunderlich

  • Geschafft: Am frühen Abend wurde die Bombe entschärft. Foto: Tom Wunderlich

    Geschafft: Am frühen Abend wurde die Bombe entschärft. Foto: Tom Wunderlich

Während der Hafen vom Niedrigwasser wegen der verstärkten Umladung vom Wasser auf Schiene oder Lkw noch profitiert, steckt die Weiße Flotte in einer echten Krise. Seit 6. Juli und damit seit knapp zwei Monaten kann sie ihre Schiffe nicht mehr auf die Elbe schicken. Enorme Einnahmeausfälle sind damit verbunden. Die Ersatzfahrten auf dem Mittellandkanal ab Schiffshebewerk Rothensee können die Ausfälle nicht kompensieren.

Die Wasserschutzpolizei Wasserschutzpolizei warnte bereits vor Tagen davor, die Elbe zu Fuß zu durchqueren. Das ist lebensgefährlich.

Fünf Jahre zuvor kämpfte Magdeburg mit dem historischen Elbe-Hochwasser. Die Slider zeigen die Unterschiede zwischen damals und heute:

Slider: Anja Guse