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Zum Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs Klares Bekenntnis der Oberbürgermeisterin zur Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ in Magdeburg

Zum Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs plant die Initiative Weltoffenes Magdeburg eine große Aktionswoche. Auch die Oberbürgermeisterin gibt ein deutliches Statement zur Bedeutung der Aktion ab.

Von Lukas Eßer 14.01.2026, 12:29
Am 14. Januar 2026 lud die Initiative Weltoffenes Magdeburg zu einem Pressegespräch in die Stadtbibliothek Magdeburg im Breiten Weg ein.
Am 14. Januar 2026 lud die Initiative Weltoffenes Magdeburg zu einem Pressegespräch in die Stadtbibliothek Magdeburg im Breiten Weg ein. Foto: Lukas Eßer

Magdeburg. - Vom 16. bis 27. Januar 2026 findet zum achten Mal die Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ in Magdeburg statt. Geplant ist eine Reihe von Terminen, die ganz im Zeichen einer lebendigen und demokratischen Stadtgesellschaft stehen. Als Schirmherrin tritt erneut Oberbürgermeisterin Simone Borris auf, die deutliche Worte zur Bedeutung der Aktion für die Stadt findet.

Das Attentat im Dezember 2024 auf den Weihnachtsmarkt Magdeburg hat tiefe Wunden in der Stadtgesellschaft Magdeburgs hinterlassen. Nicht nur die Betroffenen und Hinterbliebenen leiden an den Nachwirkungen der Tat. Im vergangenen Jahr habe es infolge des Attentats viel Diskriminierung gegeben, so Oberbürgermeisterin Simone Borris. Täglich würden Menschen allein aufgrund ihrer Herkunft mit starker Ablehnung konfrontiert. Umso wichtiger sei es, mit der Aktionswoche ein Zeichen für Toleranz zu setzen. „Man kann es gar nicht laut genug sagen: Hass und Diskriminierung hat in unserer Stadt keinen Platz. Ausgrenzung gehört nicht zu unserer Stadt.“

Mehr Polizei zum Schutz der Versammlungen?

Die Sicherheitsanforderungen für viele Veranstaltungen sind im letzten Jahr enorm gestiegen. Direkte Konsequenzen für die Planung der Aktionswoche ergäben sich laut Birgit Bursee, Sprecherin der Initiative Weltoffenes Magdeburg, erst einmal nicht: „Wir haben wie üblich eine Versammlung angemeldet. Für die Absicherung ist nach wie vor die Versammlungsbehörde und die Polizei zuständig.“ Ob durch die aktuelle Situation mehr Einsatzkräfte vor Ort sein werden als in der Vergangenheit, kann sie nicht beantworten, aber auch nicht ausschließen. Für das Wochenende ist bereits eine Vielzahl von Versammlungen bei der Polizei angemeldet worden.

Angst um die eigene Sicherheit müsse laut Bursee aber niemand haben. „Dass aktuell besondere Aufmerksamkeit auf dem Thema liegt, weiß auch die Polizei. Sie werden tun, was notwendig ist.“