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Drei Tage kein regulärer Bus- und Bahnverkehr Verdi-Streik in Magdeburg: MVB richten Notverkehr zu den Kliniken ein

Ab Donnerstag, 0 Uhr, werden die Magdeburger Verkehrsbetriebe drei Tage lang bestreikt. Die Gewerkschaft Verdi hat dazu aufgerufen. Die MVB richten am Donnerstag und Freitag einen Notverkehr ein, um zumindest die großen Kliniken anzufahren.

Von Ivar Lüthe Aktualisiert: 25.02.2026, 13:13
Diese Nachricht werden die Magdeburger ab Donnerstag für drei Tage sehen. Die MVB werden ab Donnerstag bestreikt. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen.
Diese Nachricht werden die Magdeburger ab Donnerstag für drei Tage sehen. Die MVB werden ab Donnerstag bestreikt. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Foto: Martin Rieß

Magdeburg. - Wegen des Warnstreiks bei den MVB, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat, wird es ab Donnerstag (26. Februar), 0 Uhr, drei Tage lang keinen regulären Bus- und Straßenbahnverkehr geben. Fahrgäste werden sich bis Sonntag, 2.30 Uhr, auf massive Einschränkungen einstellen müssen. Um wenigstens die großen Kliniken der Stadt anzubinden, wollen die MVB am Donnerstag und Freitag einen eingeschränkten Notverkehr einrichten.

„Geplant ist am Donnerstag und Freitag jeweils von etwa 6 bis 20 Uhr ein reduzierter Verkehr auf den Straßenbahnlinien 4 und 9 sowie auf den Buslinien 52 und 54. Damit bleiben zumindest die großen Kliniken der Landeshauptstadt angebunden. Die Fahrzeuge werden voraussichtlich im 30-Minuten-Takt verkehren, allerdings ohne Gewähr für einen stabilen Fahrplan“, sagt MVB-Sprecher Johannes Lauf. Am Samstag findet kein Verkehr statt.

Magdeburger Verkehrsbetriebe: Letzter Anschluss am Mittwoch um 23.45 Uhr

Im Nachtverkehr wird der letzte planmäßige Anschluss am Alten Markt am Mittwochabend um 23.45 Uhr stattfinden. Der Verkehr wird dann erst wieder in der Nacht zu Sonntag schrittweise aufgenommen. Der 3.15 Uhr-Anschluss am Alten Markt wird voraussichtlich der erste reguläre Anschluss nach Fahrplan sein.

„Fahrgäste werden gebeten, nicht zwingend notwendige Fahrten zu verschieben und – sofern möglich – auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Regionalbahnen, S-Bahnen und Regionalbusse im Stadtgebiet verkehren weiterhin. Alternativ können auch die Angebote der im Verkehrsverbund Marego organisierten Verkehrsunternehmen genutzt werden“, so der MVB-Sprecher. Die MVB bedauern die Einschränkungen für ihre Fahrgäste ausdrücklich, heißt es weiter.

Darum geht es im laufenden Tarifstreit

Verdi fordert in den Tarifverhandlungen unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Ergänzend ein Wahlmodell, das freiwillig längere Arbeitszeiten gegen Geld, zusätzliche freie Tage oder Zeitgutschriften ermöglicht. Damit solle die Arbeitsbelastung dauerhaft gesenkt und dem Fachkräftemangel im Fahrdienst entgegengewirkt werden. Außerdem soll die Mindest-Ruhezeit zwischen Diensten erhöht werden. Aktuell gibt es bei den MVB laut Betriebsvereinbarung elf Stunden, Verdi fordert zwölf. Zudem geht es um höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.

Statt pauschaler Arbeitszeitreduzierungen schlägt der Kommunale Arbeitgeberverband vor, über flexible und wählbare Arbeitszeitmodelle zu sprechen. Die Forderung nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich sei wirtschaftlich nicht darstellbar, sagt auch MVB-Chefin Birgit Münster-Rendel.

Allein für die MVB würde dies bedeuten, dass etwa 75 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt werden müssten und etwa 3,75 Millionen Euro mehr Kosten auf das Unternehmen zukämen.