Uni, Hochschule, Ministerien und MVB Verdi ruft für Montag zum Streik auf: Kein Straßenbahn- und Busverkehr
Am Montag bleiben die Straßenbahnen und Busse der Magdeburger Verkehrsbetriebe in den Depots. Die Gewerkschaft Verdi ruft zum ganztägigen Streik bei den MVB auf. Ebenso zum Streik aufgerufen sind Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder.

Magdeburg. - Am Montag (2. Februar 2026) werden in Magdeburg keine Straßenbahnen und Busse der Magdeburger Verkehrsbetriebe fahren. Hintergrund ist der Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi. Durch die Gewerkschaft wurde der Streik bei den MVB von Montag, 0 Uhr bis Dienstag, 3. Februar, 2.30 Uhr angekündigt. In diesem Zeitraum werden die MVB den Betrieb einstellen, wie das Unternehmen mitteilte.
Unter dem Motto „Wir streiken für eine auskömmliche Finanzierung der Daseinsvorsorge“ ruft die Gewerkschaft Verdi für Montag (2. Februar 2026) die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder, der Autobahn GmbH sowie der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) zu einem ganztägigen Streik auf.
Betroffen sind unter anderem die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die Hochschule Magdeburg-Stendal, zahlreiche Ministerien und Landesdienststellen des Landes sowie die Autobahn GmbH des Bundes an den Standorten Magdeburg, Theeßen, Börde, Wernigerode und Plötzkau, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit.
Magdeburger Verkehrsbetriebe: Letzter Nachtverkehr am Sonntag um 23.45 Uhr
Bereits in den vergangenen Tagen hatte die Gewerkschaft im Tarifstreit im öffentlichen Nahverkehr zu Warnstreiks bei den MVB aufgerufen. Zuletzt am Donnerstag (29. Januar). Diese wurden allerdings mit einer vergleichsweise geringen Mobilisierung durchgeführt. Das ist nun am Montag anders. Die MVB stellen den Betrieb wegen des Streikaufrufs ein.
Von Montag, 0 Uhr, bis Dienstag, 2.30 Uhr, fahren keine Straßenbahnen und Busse. Im Nachtverkehr wird der letzte planmäßige Anschluss am Alten Markt am Sonntagabend um 23.45 Uhr stattfinden. Der Verkehr wird dann erst wieder in der Nacht zu Dienstag schrittweise aufgenommen. Der 3:15 Uhr-Anschluss am Alten Markt wird voraussichtlich der erste reguläre Anschluss nach Fahrplan sein, wie MVB-Sprecher Tim Stein am Freitag erklärte.
Als Alternative verweisen die MVB auf die Angebote der im Verkehrsverbund marego organisierten Verkehrsunternehmen. So fahren Regionalbahnen, S-Bahnen und Regionalbusse im Stadtgebiet trotzdem. Auf nicht unbedingt notwendige Fahrten sollte verzichtet werden.
Verhandlung mit Magdeburger Verkehrsbetrieben
Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder und bei der Autobahn GmbH fordern 7 Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, um den Anschluss an den TVöD Bund und Kommunen nicht zu verlieren, heißt es von Verdi.
Im öffentlichen Personennahverkehr kämpfen die Mitarbeiter der Magdeburger Verkehrsbetriebe für mehr Entlastung und fordern beispielsweise eine 35-Stunden-Woche, „um die Arbeitsbelastung dauerhaft zu reduzieren und den Betrieb zukunftsfähig aufzustellen“, so Verdi.
Bei den Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den MVB seien die Fronten „verhärtet“. Den Beschäftigten seien laut der Gewerkschaft Gegenforderungen präsentiert worden – darunter die Lockerung des Kündigungsschutzes. „Wir kämpfen für dringend notwendige Entlastung und zukunftsfähige Arbeitsbedingungen und bekommen anstatt echter Verhandlungsbereitschaft Gegenforderungen geboten. Das ist respektlos gegenüber den Beschäftigten, die diese Stadt jeden Tag am Laufen halten“, wird Verdi-Gewerkschaftssekretär Benjamin Schladitz in einer Mitteilung zitiert.
Die Tarifverhandlungen verlaufen laut Verdi in allen Tarifbereichen schleppend, substanzielle Angebote der Arbeitgeber würden ausbleiben. Deshalb werde nun die nächste Eskalationsstufe eingeleitet.