Wernigerode l Wernigerode und seine Besucher müssen sich noch gedulden, bis das Luftfahrtmuseum um eine Attraktion reicher wird. Der Transport der Transall C-160, geplant für die Nacht vom 23. auf den 24. April auf das Dach des Museums im Gießerweg, verschiebt sich nun bis August. „Aufgrund von technischen Probleme kann der anvisierte Termin des Transports nicht mehr gehalten werden“, informiert Museumsleiter Clemens Aulich. Ein Schwerlasttransport sollte das aufgrund seiner Speziallackierung „Silberne Gams“ genannte Flugzeug vom aktuellen Standort Flugplatz Ballenstedt-Assmusstedt nach Wernigerode bringen.

Erste Verzögerung wegen Witterung

Es ist nicht die erste Verzögerung: Aufgrund des lang andauernden Winterwetters konnte mit der Demontage erst Ende März begonnen werden. Flügel- und Leitwerke werden für den Transport vom Flugzeug abgenommen. Mit der Zerlegung in Einzelteile wurde bereits begonnen.

Nun ruht diese Arbeit erst einmal: Die Demontage wird ausgesetzt und kurz vor dem Abtransport nach Wernigerode im Spätsommer verwirklicht.

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Gießerweg wird nicht gesperrt

Mit der Absage des Transports ist auch die dafür vorgesehene Sperrung des Gießerwegs hinfällig. Die bereits aufgestellten Schilder werden entfernt. Weil die Mitarbeiter des Museums etwas Zeit benötigen, um das Flugzeug zu montieren, ist geplant die Straße während der Montage auf dem Dach fünf Tage lang zu sperren. Dies ist auch der Grund, warum der Transport jetzt so lange aufgeschoben wurde: „Eine Straßensperrung in den Sommerferien wäre nicht möglich gewesen“, sagt Mario Schmidt, Pressesprecher des Luftfahrt-Museums, „wir hoffen, den Termin im August einhalten zu können“.

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Ein kleines Trostpflaster für Flugzeugfans, die sich bereits auf die neue Attraktion gefreut haben, hat das Ausstellungshaus. Bereits jetzt können Besucher im Museum einen Blick auf die Triebwerke der Transall werfen. Wegen der Verzögerung werden diese noch länger, nämlich bis zum tatsächlichen Zeitpunkt der Montage der Transall auf dem Dach, im Hangar 3 des Museums ausgestellt. „Und die sind ja auch schon einmal ein netter Hingucker“, tröstet der Museumssprecher.