Veranstaltungstipp Zeitreise in die Angst vorm Scheintod: „Friedhofsgeflüster“ lässt skurille Rettungsmethoden in Zerbst aufleben
Unheimliche Erfindungen, echte Medizingeschichte und eine Reise in die Zeit, in der der Scheintod gefürchtet war: Am 22. März öffnet das „Friedhofsgeflüster“ in Zerbst erneut ein faszinierendes Kapitel vergangener Begräbniskultur.

Zerbst - Zu einer Zeitreise in die Vergangenheit, in der die Angst vorm Scheintod allgegenwärtig war, wird am 22. März 2026 in Zerbst eingeladen. Dann erlebt die beliebte Veranstaltungsreihe „Friedhofsgeflüster“ ihre Fortsetzung. Unter dem Titel „Von Rettungsglocken, Zungenziehapparaten und Leichenhallen“ erwartet die Teilnehmer ein außergewöhnlicher Rundgang über den Heidetorfriedhof.
Dafür verkörpert die Kunsthistorikerin Anja Kretschmer-Rodenbröker dieses Mal die schlesischen Dichterin Friederike Kempner (1828–1904). In dieser Rolle berichtet sie während des gemeinsamen Spaziergangs von skurilen Erfindungen zur besseren Feststellung des Todes beziehungsweise zur Rettung aus dem Grab. Da geht es unter anderem um Zungenziehapparate und Brustwarzenkneifzangen. Darüber hinaus ist zu erfahren, wie und woraus die Angst vorm Scheintod überhaupt entstand und was das Aufkommen der Elektrizität damit zu tun hat.
Ab sofort läuft der Kartenverkauf für das Teil 4 des „Friedhofsgeflüsters“ in Zerbst
Mehr als 160 Interessierte ließen sich im vergangenen Jahr das „Friedhofsgeflüster“ nicht entgegen. Nun ist Teil 4 des beliebten Formats in Zerbst zu erleben. Gleich drei der Führungen, die Medizingeschichte, gesellschaftliche Debatten und kulturhistorische Hintergründe mit einer lebendigen Darstellung verbinden, werden angeboten. Die erste beginnt bereits um 15 Uhr, weitere folgen um 17 und um 19 Uhr. Treffpunkt ist jeweils die Feierhalle des Heidetorfriedhofs.
Auch interessant: Kunstraub nach 13 Jahren aufgeklärt: Gestohlene Figuren kehren auf Zerbster Friedhof zurück
Karten sind im Vorverkauf in der Zerbster Tourist-Information (Telefon 03923/75 42 25) auf der Schloßfreiheit erhältlich. Eine Entscheidung sollte nicht zu lange aufgeschoben werden, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt und das „Friedhofsgeflüster“ immer rasch ausgebucht.