Magdeburg l Auf 100 offene Stellen in der Pflegebranche in Sachsen-Anhalt kommen 27 Arbeitssuchende. Zudem wollen immer weniger Jugendliche Altenpfleger werden. Die Gründe für den Pflegenotstand liegen auf der Hand: Schlechte Bezahlung, Schichtarbeit, Stress sowie eine hohe physische und psychische Belastung im Job. Eine Auszubildende, ein Altenpfleger aus Leidenschaft sowie ein Aussteiger erzählen von ihrem Alltag.

Bundesweit fehlen in der Altenpflege 15.000 ausgebildete Pfleger und 8500 Helfer. Die Bertelsmann-Stiftung hat bis 2030 eine Lücke von 500.000 Vollzeitstellen in der Altenpflege ermittelt. Bis zum Jahr 2050, so die Prognosen, steigt die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit 3 Millionen auf 4,5 Millionen an – das wäre eine Zunahme von 88 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Ein großer Teil wird hochbetagt sein –  drei von vier Pflegebedürftige dürften dann über 80 Jahre alt sein.

Hauptgrund für den Personalmangel ist neben Schicht- und Wochenenddiensten die schlechte Bezahlung. Das durchschnittliche Monatsgehalt eines Altenpflegers in Sachsen-Anhalt beträgt laut Bundesagentur für Arbeit 1985 Euro, das eines Pflegehelfers 1586 Euro brutto.

Die Volksstimme hat drei (ehemalige) Pfleger besucht.

Helmut K. ist nach zehn Jahren ausgestiegen.

Steven Kriebel arbeitet aus Leidenschaft in einem Altenheim in Niederndodeleben.

Auszubildende Lisa Hilbenz hat ihren Traumberuf gefunden.

Der Kommentar zum Thema.