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Handball Mandic und Kroatien starten ohne Rückenwind in die EM

Die Testspiel-Niederlagen gegen Deutschland dämpfen die Euphorie bei den Kroaten um SCM-Keeper Mandic. Zum Auftakt der Europameisterschaft trifft der Vizeweltmeister auf Außenseiter Georgien.

Von Lukas Reineke 16.01.2026, 18:42
Obwohl Matej Mandic, der jeweils die erste Halbzeit spielte, insgesamt 14 Paraden verbuchte, konnte der SCM-Keeper die beiden Niederlagen gegen Deutschland nicht verhindern.
Obwohl Matej Mandic, der jeweils die erste Halbzeit spielte, insgesamt 14 Paraden verbuchte, konnte der SCM-Keeper die beiden Niederlagen gegen Deutschland nicht verhindern. Foto: IMAGO/Grubisic

Malmö/Magdeburg - Während die deutschen Handballer am Sonnabend (20.30 Uhr/ARD) bereits ihr zweites Gruppenspiel gegen Serbien bestreiten, steht für Matej Mandic erst der EM-Auftakt an. Mit Kroatien trifft der Torwart des SC Magdeburg in Malmö auf Georgien (18 Uhr/Dyn).

„Das ist eine Nation, die etwas unter dem Radar läuft. Aber ich kenne einige Spieler aus Georgien. Es ist eine gute, junge Mannschaft, die nichts zu verlieren hat. Das kann gefährlich sein“, warnt Mandic auf der SCM-Website. Nichtsdestotrotz wäre alles andere als ein Erfolg der Kroaten eine große Überraschung. Schließlich will die Mannschaft des früheren Bundestrainers Dagur Sigurdsson, der mit Deutschland 2016 Europameister wurde, an den zweiten Platz bei der vergangenen WM anknüpfen. „Wir haben große Ziele für diese EM und werden alles dafür tun, damit wir die auch erfüllen können“, sagt der 23-jährige Schlussmann, der das Heimturnier Anfang 2025 jedoch verletzungsbedingt verpasst hatte.

In der EM-Vorbereitung musste der Vizeweltmeister allerdings einen herben Dämpfer hinnehmen. Gegen Deutschland hatte das Team in beiden Testspielen das Nachsehen (29:32 und 27:33). „Ich bin zufrieden mit der Intensität und unserer Spielweise, insbesondere zu Beginn des Spiels, aber es war nicht konstant genug. Wir müssen in der Verteidigung kons-tanter sein, um die Torhüter besser ins Spiel einzubeziehen“, monierte Sigurdsson.

Erste Turnier ohne Duvnjak

Deutliche Worte wählte auch der Gummersbacher Dominik Kuzmanovic, der gemeinsam mit Mandic und Dino Slavic (Limoges/Frankreich) das Torwart-Gespann bildet und auch beim SCM als Nachfolger von Nikola Portner gehandelt wird, bei „handball-world“: „Vielleicht ist das Ergebnis das schlechteste, Wir haben nicht gerade Rückenwind bekommen. Aber andererseits denke ich, dass diese beiden Spiele ihren Zweck absolut erfüllt haben. Wir wissen, wo wir uns verbessern können.“

Und die Kroaten, die erstmals ohne ihren langjährigen Kapitän Domagoj Duvnjak auskommen müssen, sollten sich auch verbessern. Denn die weiteren Kontrahenten sind die Niederlande am Montag und Co-Gastgeber Schweden am Mittwoch. Ein Selbstläufer wird die Vorrunde daher nicht. Mandic und Co. beschäftigen sich deshalb auch nicht mit möglichen Gegnern im weiteren Turnierverlauf. Mandic: „Wir wollen einen guten Job machen, uns für die Hauptrunde qualifizieren. Und dann sehen wir, wie es weitergeht.“