Magdeburg l Sind das nicht außergewöhnlich hübsche Kerlchen – diese bunten Vögel im Zoo Magdeburg? Und ihr Name erst – Afrikanischer Furchenschnabel-Bartvogel. Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen – Furchenschnabel-Bartvogel.

Drei Exemplare dieser Spezies leben seit Ende Februar 2018 in einer Vogelvoliere gegenüber den Warzenschweinen. Sie kamen aus dem Tierpark Chemnitz nach Magdeburg. Sie sind rot-schwarz gefiedert und haben einen kräftigen gelben, gezackten Schnabel. Drumherum sind deutlich Borsten zu sehen. Diese erinnern an einen Bart und gaben den Vögeln ihren Namen.

Borsten mit Sensoren

Eine Theorie besagt, dass diese Federn ähnlich sensorische Funktionen erfüllen wie Tast- bzw. Schnurrhaare bei Säugetieren. Ganz geklärt ist das aber noch nicht.

Auch über die Fortpflanzung in der Natur ist nicht sehr viel bekannt. Die meisten Beobachtungen stammen aus menschlicher Obhut. Die Bartvögel brüten in Baumhöhlen, ganz wie ihre Verwandten, die echten Spechte. Diese Höhlen legen sie in den Bäumen selbst an. Es kommt aber auch vor, dass sie als Nachmieter eine verlassene Spechthöhle beziehen. So sparen sie sich die Bauarbeiten.

Drei Bartvögel im Zoo Magdeburg

Ihr Gehege im Zoo Magdeburg teilen sich die drei neuen Magdeburger Vögel mit den schillernden Purpurglanzstaren und den – Achtung, jetzt kommt noch so ein verrückt-langer Name – Weißbrauen-Spornkuckuck.

In einem hohlen Baumstamm haben Tierpfleger eine Nisthöhle angebracht, damit die bunten Furchenschnabel-Bartvögel sofort mit der Brut loslegen können. Schließlich soll auch mit dieser Spezies eine erfolgreiche Nachzucht im Zoo Magdeburg gelingen.

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