Magdeburg l Ein wenig verunsichert schaut die hübsche rotbraune Arabische Sandkatze in die Kamera. Sie duckt sich, ganz so, als würde sie sich am liebsten schnell in einer Höhle verstecken wollen. Kein Wunder, so mitten am Tag, das ist einfach nicht ihre Zeit.

Seit wenigen Wochen lebt die kleine Sandkatze im Zoo Magdeburg. Lange Zeit blieb sie in der sogenannten Rückwärtigen Haltung. Sie sollte sich an ihr neues Zuhause gewöhnen. Ist das geschafft, wird sie auch für Zoobesucher im Kleinkatzenhaus neben der Webervogelvoliere zu sehen sein.

Besucher im Zoo-Gehege

Nach der Eingewöhnungsphase soll das Haus den Besuchern durch eine Schleuse sogar zugänglich gemacht werden, kündigte der Zoo Magdeburg an. Dann kann jeder Besucher die grazile Wildkatze sogar ohne trennende Glasscheibe beobachten.

Das Weibchen stammt aus einem befreundeten tschechischen Zoo in Jihlava. Bald soll ein zweites Tier folgen.

Behaarte Pfoten schützen vorm Einsinken

Die Sandkatze ist perfekt ans Überleben in lebensfeindlichen Wüsten angepasst. Die Pfoten sind dicht behaart. Dadurch kann die Sandkatze geräuschlos auf feinem Sand laufen, ohne einzusinken. Die feinen Haare vor und in den Ohren dienen als Schutz vor eindringendem Sand.

Die – im Vergleich zur restlichen Katze betrachtet – riesigen Ohren ermöglichen es dem Tier, auch im Sand eingegrabene Beutetiere zu lokalisieren.

Sandkatze hat kaum Feinde

Weil Sandkatzen unter extremen Bedingungen überleben können, haben sie kaum Feinde. Potenziell gefährlich können ihnen Wölfe, Schakale, Adler oder verwilderte Haushunde werden.

Den Tag verschlafen die Katzen meist in verlassenen Bauten anderer Tiere unter dem heißen Sand. Erst während der kühlen Nacht werden sie aktiv und begeben sich auf Jagd. Es kann also durchaus sein, dass sich auch das Sandkatzen-Weibchen im Zoo Magdeburg am Tag weniger blicken lässt.

In den vergangenen Wochen besuchten wir bereits: