Magdeburg l Im Schatten kann man sich prima verstecken, zumindest wenn man ein Kleiner Kudu ist. Das gestreifte Haarkleid der seltenen Antilopen löst die Körperumrisse optisch auf, womit sie für Feinde weniger sichtbar sind. Auch im Dickicht sind bewegungslose Kudus nur selten auszumachen. Einzig ihre schlackernden Ohren verraten sie.

Werden sie von einem Feind erspäht, „fliegen“ Kudus mit kräftigen Sprüngen von bis zu zweieinhalb Metern davon.

Kleine Kudus im Africambo II

Im Zoo Magdeburg müssen sich die drei Kleinen Kudus aber nicht verstecken. Ihre Fressfeinde wie Löwen leben weit genug entfernt in einem anderen Gehege. Stattdessen teilen sie sich ihre Anlage in Africambo 2 mit einem Paradieskranich – einem beeindruckend schönen Vogel.

Die beiden Kudu-Weibchen Namono und Tamu zogen bereits im Juli 2017 aus dem englischen Chester nach Magdeburg. Horst, der dreijährige Bock, folgte im März. Er wurde im Zoo Hannover geboren und lebte zwischenzeitlich im französischen Beauval.

Kudus in der Eingewöhnungsphase

Mit den warmen Frühlingstemperaturen sind die drei Kleinen Kudus häufiger auf ihrer Außenanlage zu sehen. Noch immer befinden sie sich in der Eingewöhnung. Deshalb wurde ein Bereich ihrer Anlage mit rot-weißem Flatterband und Gerüst abgegrenzt. Dahinter schließt sich ein Graben an, in den sich die schreckhaften Tiere nicht verirren sollen. Erst nach und nach werden sie alle Bereiche ihres Geheges erkunden können.

Sein prächtiges Schraubengehörn macht den Kleinen Kudu zu einer begehrten Jagdtrophäe. Die Art ist potenziell gefährdet und steht wegen des recht kleinen Verbreitungsgebietes in Ostafrika und der Wilderei auf der Roten Liste. In Deutschland werden die Kleinen Kudus neben Magdeburg nur in drei weiteren zoologischen Einrichtungen gezeigt.

In den vergangenen Wochen besuchten wir bereits: