Kulturfesttage eröffnet Nichts los? Nicht in Zerbst: Vier Wochen Musik, Lesungen, Vorträge, Theater und Ausstellungen
Die vierwöchige traditionelle Veranstaltungsreihe mit Ausstellungen, Musik und Heimatkunde ist eröffnet. Zahlreiche Höhepunkte warten auf die kulturbegeisterten Besucher.

Zerbst - Kultur ist in Zerbst nicht nur ein Wort, sondern wird aktiv gelebt und gefördert - auf allen Ebenen. Ein jährlicher Höhepunkt sind dabei die Kulturfesttage, bei denen nichts ausgelassen wird: Vier Wochen lang gibt es Musik, Kunst, Lesungen und Theater. Der Startschuss fiel jetzt.
Mit der Vernissage zur Personalausstellung „Magie der Transparenz " von und mit dem Künstler Gerlach Bente sind am Freitagabend, 13. Februar, die 61. Zerbster Kulturfesttage an den Start gegangen. „Die Eröffnung dieses traditionsreichen Festivals ist jedes Jahr ein besonderer Moment – ein Moment, in dem eine ganze Stadt zeigt, wie lebendig, vielfältig und gemeinschaftlich sie ist. Kultur ist hier nicht Beiwerk, sondern Herzschlag. Sie verbindet Generationen, schafft Begegnungen und öffnet Räume, in denen wir uns selbst und einander neu entdecken können“, macht Bürgermeister Andreas Dittmann in seiner Eröffnungsansprache deutlich.
Kunst und Kultur gäben Orientierung in einer Zeit, die oft von Geschwindigkeit, Unsicherheit und Veränderung geprägt ist, hätten einen unverzichtbaren Stellenwert in der Gesellschaft. „Sie ermöglichen uns, Fragen zu stellen, Perspektiven zu wechseln und Empathie zu entwickeln. Kultur ist ein Ort, an dem wir innehalten, nachdenken, lachen, staunen – und manchmal auch streiten dürfen. Sie ist ein demokratischer Raum, der uns lehrt, Vielfalt nicht nur zu akzeptieren, sondern zu schätzen“, betonte der Rathauschef.
Zerbster Kulturfesttage ohne ehrenamtliches Engagement undenkbar
Dittmann: „Bereits in meiner Ansprache zum Neujahrsempfang habe ich darauf hingewiesen, worin unser Reichtum besteht. Wie arm wir dagegen selbst bei perfekter Infrastruktur wären, gäbe es nicht dieses unglaubliche ehrenamtliche Engagement in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Gerade in kleineren Städten wie Zerbst zeigt sich, wie kraftvoll Kultur sein kann. Hier entsteht sie nicht anonym, sondern durch Menschen, die sich kennen, die Verantwortung übernehmen und die bereit sind, Zeit und Herzblut zu investieren. Die Zerbster Kulturfesttage wären ohne dieses Engagement schlicht nicht denkbar.“
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Vier Wochen Programm – das sei kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis unzähliger Stunden ehrenamtlicher Arbeit. „Um im Bilde vergangener Kulturfesttage zu bleiben und zumindest gedanklich die Olympischen Spiele zu streifen: Unsere Zerbster Kulturfesttage sind kein Sprint, sondern ein Marathon und das nun schon zum 61. Mal“, so der Rathauschef.

Einbindung der Partnerstädte Jever und Nürtingen seit vielen Jahren feste Tradition
„Die Einbindung unserer Partnerstädte Jever und Nürtingen sind seit vielen Jahren zu einer festen Tradition und die Ausstellungen in den Kreuzgängen des Museums ein Ort der Begegnung geworden“, betonte Dittmann und begrüßte die angereisten Vertreter der Partnerstädte.
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Die diesjährigen vier Zerbster Kulturwochen bieten mit 29 Veranstaltungen, einer Bonus-Veranstaltung und sechs Ausstellungsangeboten wieder ein vielfältiges Programm. Bis zum 15. März locken die Zerbster Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden mit Musik, Lesungen, Vorträgen, Theater, Führungen und Ausstellungen die Besucher. Dabei mischen sich bekannte und beliebte Veranstaltungen mit neuen Formaten.

Wiedersehen mit Manfred Bieler
Theatralisch wird es nicht nur bei der schon ausverkauften Veranstaltung „Ewig dein Mozart“ mit Max Müller und Andreas Teufel. Man darf sich in der Essenzen-Fabrik auch auf ein Wiedersehen mit Manfred Bieler und seinem Stück „Die Nachtwache“ in der dramaturgischen Bearbeitung von Rüdiger Schwab freuen. Im selben Haus trifft außerdem BaRock auf Lyrik. Außerdem lädt die Stadtbibliothek nicht nur zum Vorlesen, sondern auch zum Lesen, Lachen, Sachen machen ein.
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Bevor mit einem „Mord in der Haifischbar“ die Kulturfesttage zu Ende gehen, können Interessierte den Persönlichkeiten der Stadtgeschichte begegnen, wie Katharina II., sich mit der Geschichte der Stadthalle auseinandersetzen oder die Rettung unseres Krankenhauses als konkrete und aktuelle Demokratieerfahrung Revue passieren lassen.
Bestsellerautor Arno Strobel mit seinem neuen Buch zu Gast
„Vor uns liegen also wieder vier Wochen angefüllt mit einem breiten Spektrum an Veranstaltungen, die so mannigfaltig sind, dass es sogar kurz in die Verlängerung gehen wird. Dazu wird nicht nur der Bestsellerautor Arno Strobel mit seinem neuen Buch ,Ungelöst – die erste Zeugin' beitragen, sondern auch die Ausstellung ,Nature Journaling' von Antje Gillands im Rathaus. Aber auch die ,Junge Kunst in Anhalt' braucht nicht nur Raum, sondern auch mehr Zeit und ist deshalb sogar bis zum 25. April im Alumnatskorridor zu bewundern“, machte Dittmann neugierig auf das vielfältige Programm.
Das komplette Programm ist im aktuellen Amtsblatt vom 30. Januar nachzulesen oder unter stadt-zerbst.de, Stadt + Bürger, Presse.