Haldensleben l Menschen, Tiere, Katastrophen – auf diese Begriffe lassen sich die bestgeklickten Berichte des Jahres 2020 reduzieren. Das sind jene Geschichten aus Haldensleben und der Umgebung, denen die Leser auf der Internetseite www.volksstimme.de die meiste Beachtung geschenkt haben. Dabei fehlt die Corona-Pandemie, die 2020 die Welt veränderte, natürlich nicht. Doch auch kuriose und emotionale Geschichten haben es in die Leser-Liste geschafft. Ein Rückblick:

Kuriose Sichtung

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Im Januar standen die Haldensleber vor einem Rätsel. In einer Facebook-Gruppe wurde ein Foto geteilt, auf dem eine Art Rauchwolke am Himmel zu sehen war. Mehrere Personen hatten dieses Phänomen fotografiert, sogar in Uhrsleben (Gemeinde Erxleben) und Ausleben (Gemeinde Westliche Börde).

Nach über 24 Stunden, einigen Anrufen und E-Mails ist es deutlich geworden: Weder E.T. noch Alf haben die Erde besucht, bei der Sichtung handelte es sich höchstwahrscheinlich um einen ganz normalen Kondensstreifen eines Flugzeugs. Der optische Effekt entstand nach einer Einschätzung des Deutschen Zentrum sfür Luft- und Raumfahrt wahrscheinlich durch die tiefstehende Sonne.

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Im Graben gelandet

Die Auswertung der Klickzahlen zeigt, dass schwere Unfälle immer wieder das Interesse der Leser wecken. So auch im März, als ein betrunkener Lkw-Fahrer auf der Landesstraße L 25 zwischen Altenhausen und Erxleben (beide Verbandsgemeinde Flechtingen) mitsamt Fahrzeug und Anhänger in den Straßengraben kippte. Es stellte sich heraus, dass er mit 1,15 Promille am Steuer saß.

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Rekrut in Hitlers Kinderarmee

Bleibenden Eindruck hat der Hundisburger Helmut Klumpe bei den Lesern hinterlassen, als er seine bewegende Geschichte erzählte. Er wurde als 17-Jähriger an der Ostfront als Soldat eingesetzt und gehörte zu Hitlers Kinderarmee. Das Interview führte der Hobbyhistoriker Otto Harms, der sich über Jahre in die Geschichte Hundisburgs eingegraben hat.

Es war im Jahr 1944, als ein Erlass zum Volkssturm die Erfassung aller wehrfähigen Männer zwischen 16 und 60 Jahren anordnete. Notdürftig ausgebildet und ausgerüstet wurden sie auf dem Schlachtfeld kurz vor Kriegsende skrupellos geopfert. Schätzungsweise 60.000 Jugendliche im Alter von 16 bis 17 Jahren fielen in den letzten Kriegswochen. Helmut Klumpe erinnert sich zum Teil noch bis ins Detail an seinen Einsatz an der Oder im April 1945 bis zur Gefangennahme durch die Engländer.

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Geflügelpest bricht aus

Im März ist in einer Mastanlage in Wieglitz (Verbandsgemeinde) ein Fall von Vogelgrippe aufgetreten. Die Geflügelpest (aviäre Influenza) ist eine hochansteckende Viruskrankheit von Hühnern und Puten. Auch viele andere Vögel sind gefährdet. Insgesamt 19.700 Tiere mussten getötet und abtransportiert werden. „Wenn man täglich mit den Tieren zu tun hat, geht einem das sehr nah“, schilderte Johannes Schröder, der Inhaber der Putenmastanlage des Familienbetriebes Schröder, seine Betroffenheit.

Auch aktuell gilt eine Aufstallungspflicht in vielen Teilen des Landkreises Börde. Die Geflügelpest tritt seit Ende Oktober verstärkt in Deutschland auf. Fälle gab es laut dpa-Informationen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Berlin und Bayern.

Infektionen bei Menschen mit dem Erreger wurden nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums bisher nicht bekannt. Eine Übertragung über infizierte Lebensmittel sind laut einer Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung unwahrscheinlich.

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Ausgebüxte Terrier-Dame

Eine freche Terrier-Mix-Hündin, die für ihre Ausflüge bekannt zu sein scheint, schlenderte im Juni in der Innenstadt Haldenslebens umher. Der Ausflug war für die online-Leser offenbar ein gefundenes Fressen. Die herbeigerufenen Polizisten nahmen sich der Ausflüglerin an. Damit war die Hündin aber nicht ganz einverstanden. Beim Versuch, sie anzuleinen, reagierte sie „etwas ungehalten“, schreiben die Beamten in ihrem Bericht.

Den Polizisten gelang es aber, beruhigend auf das ängstliche Tier einzuwirken, sodass sie sich an der Leine zum Polizeirevier bringen ließ. Ein Mitarbeiter des Tierheims, der die Hundedame später abholte, erkannte sie gleich wieder. Nur wenig später meldete sich dann auch die Besitzerin.

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Corona-Pandemie

Seit März steht die Welt auf dem Kopf. Drei Berichte zum Coronavirus haben es in die Top 10 der meistgeklickten Artikel 2020 geschafft. Die Frage um die Einschulung bewegte die Leser am meisten. Wegen der Pandemielage war es nicht möglich, die Abc-Schützen wie gewohnt mit Begrüßung und Programm einzuschulen. Trotzdem zeigten sich die Haldensleber Schulleiter optimistisch, dass es eine Einschulungsfeier geben wird, aber mit Auflagen.

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Aufsehen erregt hat ebenfalls die chaotische Quarantäne, mit der ein 47-Jähriger zu kämpfen hatte. Er war mehrere Tage krankgeschrieben, hatte Fieber, Husten, Gliederschmerzen, schmeckte nichts mehr. Doch um einen Corona-Test bat er vergeblich. Er brach zuhause zusammen, wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der Befund: Corona. Doch mit der Quarantäne-Anordnung des Landkreises wird alles noch komplizierter, wie auch ein zweiter Haldensleber Fall zeigt.

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Land unter in der Börde

Im Sommermonat Juni hat ein Unwetter mit Starkregen zahlreiche Straßen, Keller und Grundstücke zwischen Haldensleben, Wanzleben und Oschersleben unter Wasser gesetzt. Da viele Menschen davon betroffen waren, wurde der Bericht auf der Internetseite der Volksstimme mit großem Interesse gelesen.

Bis in die späten Abendstunden waren Feuerwehren des Landkreises Börde wegen Überflutungen und vollgelaufener Keller im Einsatz. In Seehausen, einem Ortsteil der Stadt Wanzleben-Börde, liefen die Wassermassen ungehindert in die Ortsmitte. Zeitweise waren die Straßen nicht mehr befahrbahr. Auf der Bundesstraße 246 zwischen Magdeburg und Oschersleben stand das Wasser bis zu 20 Zentimeter auf der Fahrbahn.

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Zugunglück in Dreileben

Ein Zug war bei Dreileben im Oktober entgleist. Vermutlich wegen eines technischen Defektes war die Lok auf einen Prellbock aufgefahren und hatte sich überschlagen. Das Unglück ereignete sich etwa 800 Meter vom Bahnhof Dreileben-Drackenstedt entfernt. Der Lokführer hatte sich zum Unfallzeitpunkt allein in der Lok befunden und konnte sich aus eigener Karft aus dem Schienenfahrzeug befreien. Dass er das Unglück überlebte, grenzte für die Einsatzkräfte an ein Wunder. Mehr als 80 Feuerwehrfrauen- und männer sowie Kräfte der Bundespolizei und der Deutschen Bahn waren vor Ort. Die Ermittlungen zu den Ursachen des Unglücks laufen weiter.

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