Einsatz für Magdeburg Gala im Alten Theater: So wurden die Magdeburger des Jahres 2025 gefeiert
Die Magdeburger des Jahres 2025 wurden von der Volksstimme mit einem Festakt im Alten Theater am Jerichower Platz geehrt. Umrahmt wurde der Abend von einem abwechslungsreichen Programm.

Magdeburg. - Im Alten Theater am Jerichower Platz haben sich am 13.1.2026 die Menschen getroffen, um Magdeburg und einander zu feiern – nicht im Sinne großer Institutionen oder prominenter Figuren, sondern der Menschen, die Magdeburg Tag für Tag am Laufen halten. Die Magdeburger Volksstimme als Teil der Mediengruppe Mitteldeutschland ehrte im Rahmen der Gala „Magdeburger des Jahres 2025“ jene, die Verantwortung übernehmen und mit ihren Ideen, ihrer Zeit und ihrer Ausdauer die Gesellschaft stärken.
Rund 450 Gäste aus Politik, Vereinen, Unternehmen und Kultur waren gekommen, um dieses Engagement sichtbar zu machen. Schon im Foyer war zu spüren, dass dieser Abend besonderen Charakter hat: kein Gala-Glanz, dem Star-Tum zuliebe – sondern der Respekt vor Menschen, die handeln, bevor sie reden, und nicht auf Anerkennung warten.
Das bot das Programm der Magdeburger des Jahres
Den Beginn gestaltete die Magdeburger Ballettschule, die in stillen Bildern und energischen Bewegungen von Gemeinschaft und Verletzlichkeit erzählte. Im Bühnenlicht vor blauem Hintergrund standen die Tänzerinnen im Fokus, fanden einander in fließenden Formationen. Das Publikum dankte mit langem Applaus – nicht nur für die Choreographie, sondern auch für das Gefühl dahinter: Magdeburg bewegt sich gemeinsam.
Es war ein würdiger Start in einen Abend, der Kultur und Engagement eng miteinander verwob. Denn Kultur frisst hier nicht Zeit vom Ehrenamt – sie gehört dazu, ist Begleitmusik, Ausdruckskraft und Herzschlag einer lebendigen Stadt.
Volksstimme-Chefredakteur spricht von Kraft des Engagements
Nach der Begrüßung durch das Moderationsduo Anja Guse aus der Chefredaktion und dem stellvertretenden Magdeburger Volksstimme-Lokalchef Ivar Lüthe folgte der erste große inhaltliche Moment des Abends. Volksstimme-Chefredakteur Marc Rath betonte in seiner Ansprache, welch ungewöhnliches Jahr hinter Magdeburg liege: das erste nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt im Dezember zuvor, das weiterhin Wunden offenlegte, aber auch Heilkraft freisetzte. Magdeburg gewinne Schritt für Schritt, und gerade diejenigen, die sich einbringen, machen den Weg frei dafür, sagte Marc Rath.
Er sagte: „Unser größter Dank gilt heute denen, die so viel Gutes in und für Magdeburg tun: Feiern Sie mit uns die Magdeburgerinnen und Magdeburger des Jahres 2025!“
Engagement als Fundament der Magdeburger Gesellschaft
Im Mittelpunkt der Gala standen freilich auch wie in den vergangenen Jahren aber jene Menschen, die aus eigenem Antrieb heraus handeln. Viele von ihnen tun dies abseits öffentlicher Debatten: Sie kümmern sich um Tiere, die niemand will. Sie begleiten Familien in schwierigen Momenten. Sie helfen Menschen, die durchs Netz der medizinischen Versorgung Deutschlands fallen. Sie bringen Kinder zum Lachen, wenn diese nach einem traumatischen Ereignis Angst haben, oder sie greifen beherzt ein, wenn Sekunden über das Leben eines Mitmenschen entscheiden.
Andere wiederum schaffen Räume, in denen neue Begegnungen möglich werden – sei es in Sporthallen, auf Bühnen, in Parks oder in provisorischen Vereinsräumen. Und manche ehren ihrerseits wieder andere, die Gutes tun, weil sie wissen, wie wichtig es ist, Mut weiterzugeben.
All diese Formen von Engagement in und für Magdeburg eint dasselbe: Sie sind eine Antwort auf Fragen, die ansonsten niemand stellt – und in der heutigen Zeit ansonsten erst recht niemand löst.
Wachsende Wertschätzung für den Einsatz der Menschen
Die Auswahl der Geehrten entstand wie jedes Jahr im Zusammenspiel von Leserschaft und Redaktion. Bemerkenswert: Mit 6.379 Stimmen beteiligten sich so viele Menschen wie selten zuvor an der Abstimmung über das Engagement für Magdeburg.
Für die Zeitung ist dies ein sichtbares Signal: Die Stadt interessiert sich zunehmend für das ehrenamtliche Wirken. Für die Vorgeschlagenen ist es Bestätigung, dass sich ihre Anstrengungen nicht im Verborgenen verlieren.
Die traditionelle Gesprächsrunde mit der Magdeburger Oberbürgermeisterin Simone Borris durfte auch diesmal nicht fehlen. Vor einer bewusst inszenierten Baustellenkulisse – Symbol für Baustellen zum Beispiel rund um die Ringbrücken im wörtlichen wie übertragenen Sinne – sprachen Moderatoren und Stadtoberhaupt über Entwicklungen zwischen Investitionen, Infrastruktur, Sport und kulturellen Akzenten.
Sie berichtete, wie es einen langen Atem braucht, um umfangreich Projekte Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei geht es nicht allein um marode Brücken – es geht beispielsweise auch um die neue Schwimmhalle für Leistungssport und um die Sanierung des Carl-Miller-Bads. Und doch zeige sich die Landeshauptstadt immer wieder lebenswert – im neuen Jahr so mit dem Domplatz-Open-Air sowie dem Internationalen Chorfest.
Musik als Rückenwind für Magdeburg
Zwei musikalische Auftritte machten den Abend vollständig: Zunächst der junge Sänger mit Gitarre Felix Hellwig, der mit überraschender Spielfreude einen weltbekannten Rocksong neu interpretierte und der als „The Voice of Germany“ bereits Bekanntheit erlangte. Dort hatte er mit dem „Green Day“-Song „Basket Case“ überzeugen können – und mit seiner Interpretation dieses Titels gelang es dem jungen Magdeburger auch, das Publikum im Saal des Alten Theaters am Jerichower Platz zu begeistern.
Später der routinierte Entertainer Enrico Scheffler vom Theater in der Grünen Zitadelle, der mit einem Medley zeitloser Klassiker die Stimmung noch einmal hob.
Beide Beiträge erinnerten daran, was Kultur jenseits der Bühne bedeutet: Trost, Ausdruck, Energie – all das, was Gemeinschaft stärkt, ohne dass es erklärt werden muss.
Zwischen diesen Programmpunkten wechselten Emotion und Leichtigkeit, Ernst und Schmunzeln, und zeigten, dass Würdigung auch Freude sein darf.
Ein Finale für die Magdeburger des Jahres, das trägt
Die Ehrungen erfolgten – wie erstmals im Vorjahr – alphabetisch. Das ließ bis zuletzt offen, dass Holger Paech bei der Abstimmung am Ende ganz knapp vorn lag. Doch diese Dramaturgie verlieh dem Abend noch mehr ein Gefühl der Gemeinschaft, das alle Geehrten in ihrem ganz eigenen Gebiet etwas für Magdeburg und die Menschen leisten – abseits von jeder Rivalität.
Im letzten Programmpunkt bat das Moderationsduo daher auch alle Ausgezeichneten gemeinsam auf die Bühne: Menschen aus völlig unterschiedlichen Lebensbereichen, verbunden durch dieselbe Haltung.
Der Applaus des Publikums zum Abschluss des offiziellen Teils im Alten Theater am Jerichower Platz war entsprechend lang, warm und ehrlich.