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Retten, bergen, löschen, schützen Das sind die neuen Feuerwehr-Einsatzkräfte für die Hansestadt Stendal

22 Männer und Frauen verstärken die Feuerwehren in Stendal und den Ortsteilen als ausgebildete Truppmänner und -frauen. Was sie für das Ehrenamt motiviert.

Von Anna Lisa Oehlmann Aktualisiert: 24.02.2026, 07:48
Stadtwehrleiter Martin Jurga (rechts) und sein Stellvertreter Karsten Ebel (links) gratulierten den neuen Truppmännern und -frauen zur bestandenen Prüfung (von links): Leo Ringleb (Staffelde), Alexa Dammert (Vinzelberg), Florian Alexander Born (Wahrburg), Gina Großer, Christian Vogelsang, Lena-Michelle Horst, Lucas Bacholky, Marc Leon Schenk, Gustav Berth, Kimberly Hilgert, Jonas Stritzke (alle Stendal), Amy Schulze (Buchholz), Adrian Koch (Stendal), Karl Vinzelberg (Buchholz), Jannis Bruder (Dahlen), Dave Truthe (Wahrburg), Niklas Lotel (Klein Möringen), Niclas Althoff, Verena Bartel, Lucas Rammbaum, Annalena Meyer und Anton Müller (alle Stendal).
Stadtwehrleiter Martin Jurga (rechts) und sein Stellvertreter Karsten Ebel (links) gratulierten den neuen Truppmännern und -frauen zur bestandenen Prüfung (von links): Leo Ringleb (Staffelde), Alexa Dammert (Vinzelberg), Florian Alexander Born (Wahrburg), Gina Großer, Christian Vogelsang, Lena-Michelle Horst, Lucas Bacholky, Marc Leon Schenk, Gustav Berth, Kimberly Hilgert, Jonas Stritzke (alle Stendal), Amy Schulze (Buchholz), Adrian Koch (Stendal), Karl Vinzelberg (Buchholz), Jannis Bruder (Dahlen), Dave Truthe (Wahrburg), Niklas Lotel (Klein Möringen), Niclas Althoff, Verena Bartel, Lucas Rammbaum, Annalena Meyer und Anton Müller (alle Stendal). Foto: Anna Lisa Oehlmann

Stendal - Sie sind voller Tatendrang und hoch motiviert: 15 neue Truppmänner und sieben neue Truppfrauen brennen darauf, die Freiwillige Feuerwehr der Hansestadt Stendal im Einsatz ehrenamtlich zu unterstützen. Das ist ihre Motivation.

Groß war die Erleichterung, als klar war: Alle 22 Prüflinge haben ihren Lehrgang „Truppmann I“ erfolgreich bestanden. „Insgesamt habt ihr sehr wenig Fehler gemacht“, resümierte Stadtwehrleiter Martin Jurga. Gemeinsam mit Karsten Ebel, der in der Stadtwehrleitung für den Bereich Ausbildung verantwortlich zeichnet, nahm er die Prüfung ab.

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19 Feuerwehrleute bildeten die neuen Einsatzkräfte 70 Unterrichtseinheiten an vier Wochenenden ehrenamtlich aus. „Danke an die Ausbilder“, sagte Teilnehmer Niclas Althoff stellvertretend für die Gruppe.

Feuer und Flamme für das Ehrenamt in Stendal

Eine der jüngsten neuen Truppfrauen ist Amy Schulze. 2022 nahm eine Freundin die heute 16-Jährige mit zur Jugendfeuerwehr. Seitdem ist sie Feuer und Flamme für das Ehrenamt. „Ich kann es jedem weiterempfehlen“, schwärmt die Buchholzerin. „Es ist ein tolles Gefühl, zu wissen, dass man Leute retten kann“, sagt sie.

Bei der Truppmann-Ausbildung in Stendal haben die Lehrgangsteilnehmer viele Fertigkeiten geübt, die sie für den Einsatz brauchen, wie die Absicherung mit den richtigen Knoten.
Bei der Truppmann-Ausbildung in Stendal haben die Lehrgangsteilnehmer viele Fertigkeiten geübt, die sie für den Einsatz brauchen, wie die Absicherung mit den richtigen Knoten.
Foto: Anna Lisa Oehlmann

Ihre Jugendfeuerwehrwartin Sarah Stoppok hat sie gut vorbereitet, sagt sie. „Sarah macht das echt gut. Ich bin froh, sie zu haben. Sie unterstützt uns sehr“, sagt Amy Schulze. So war die Prüfung für sie kein Problem. Die technische Hilfeleistung, bei der sie mit Schere und Spreizer eine Tür aus einem Auto entfernt hat, hat ihr am meisten Spaß gemacht. „Das war echt cool. Im Einsatz unter Adrenalin geht das bestimmt noch einfacher“, sagt sie.

Einiges hat sie noch dazugelernt: Jede Anweisung des Gruppenführers zu wiederholen, bevor sie diese ausführt, zum Beispiel. Zwei Teilnehmer kannte sie schon: ihre Jugendfeuerwehrkameraden Karl Vinzelberg aus Buchholz und Jannis Bruder aus Dahlen. Auch sie hatten keine Probleme damit, die Prüfung zu bestehen.

Feuerwehr als Ergänzung zum Job als Schornsteinfeger

Für Niklas Lotel waren viele Inhalte neu. Erst kürzlich ist der 24-Jährige in die Freiwillige Feuerwehr in Klein Möringen eingetreten. Da Wehrleiter Dirk Becker sein Nachbar ist, ging alles ganz leicht, berichtet Niklas Lotel. Für ihn gehört die Basisausbildung bei der Feuerwehr zu seinem Job als Schornsteinfeger dazu. „Der Lehrgang hat sehr viel Spaß gemacht. Ich bin hier gut angenommen worden“, berichtet er.

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Menschen zu helfen ist auch in der Berufswahl von Alexa Dammert verankert. Die 17-Jährige lernt den Beruf der Sozialassistentin. Viele Mitglieder ihrer Familie waren oder sind in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert. Darum war es für die Vinzelbergerin eine Herzenssache, sich zu engagieren. Seit 2018 ist sie in der Jugendfeuerwehr. „Die Theorie gefällt mir besser als die Praxis“, sagt sie. Besonders bei der Ausbildung in der Ersten Hilfe hatte sie viel Freude.

14 neue Feuerwehrleute für Stendal

Mit 14 Teilnehmern stellte die Ortsfeuerwehr Stendal die meisten Teilnehmer. Eine von ihnen ist Kimberly Hilgert. Mit sechs Jahren ist sie in die Kinderfeuerwehr ihrer Heimatstadt eingetreten. „Ich wurde in die Feuerwehrfamilie reingeboren“, sagt die 18-Jährige. Denn wenn sie im März ihren Sprechfunker-Lehrgang besteht, kann die Stendalerin mit ihrem Vater zum Einsatz fahren.

„Für mich ist es das größte Ziel, Menschenleben zu retten“, sagt Kimberly Hilgert. Die junge Feuerwehrfrau weiß aber auch, dass das „echt anstrengend sein kann“, sagt sie und grinst.