Ranzenparty und Lesesommer Stadtbibliothek in Stendal: Welche Veranstaltungen 2026 geplant sind
Der Veranstaltungskalender der Stadtbibliothek in Stendal ist gut gefüllt. Worauf sich Besucher 2026 freuen können.

Stendal - Besucher und Besucherinnen der Stadtbibliothek „Anna Seghers“ in Stendal können sich 2026 auf einige Veranstaltungen freuen. Der Kalender ist gut gefüllt. Leiterin Andrea Fischer und ihr Team haben sich einiges überlegt, auch ein kleines Jubiläum wird gefeiert.
Den 21. Februar sollten sich alle zukünftigen Schulkinder merken. An diesem Tag findet in der Bibliothek zum ersten Mal eine Ranzenparty statt. In Kooperation mit dem Stendaler Bürofachhaus werden Schulranzen verkauft. Kinder und ihre Eltern können sich diese in Ruhe anschauen und anprobieren. „Wir erhoffen uns, dass Kinder, die bisher noch nicht von uns wussten, so die Möglichkeit bekommen, uns kennenzulernen“, sagt Andrea Fischer.
Im April findet wieder die Aktionswoche zum Welttag des Buches statt. Am 8. Mai wird die Bibliothek Teil der Stendaler Kulturnacht sein. „Da freuen wir uns sehr drauf. Die Band No Limit wird auftreten.“
Stadtbibliothek in Stendal: Buchclub wird ein Jahr alt
In den Sommerferien können sich Jungen und Mädchen auf die dritte Auflage des Lesesommers XXL freuen. Kinder und Jugendliche lesen und bewerten Bücher und schulen so ihre Lesekompetenz. „Das ist uns immer ein großes Anliegen. Daher werden wir uns am 20. November auch am bundesweiten Vorlesetag beteiligen“, sagt Andrea Fischer.
Nachdem 2025 das 90-jährige Bestehen der Bibliothek groß gefeiert wurde, soll es in diesem Jahr etwas langsamer angegangen werden. „Dennoch gibt ein kleines Jubiläum“, sagt sie. Die Bibliothek trägt seit 40 Jahren den Namen „Anna Seghers“. Am 10. September soll das gefeiert werden. Wie genau, steht noch nicht fest. „Die Planungen sind im vollen Gange. Einen Vortrag oder eine Lesung von der Anna-Seghers-Gesellschaft kann ich mir gut vorstellen“, sagt Andrea Fischer.
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Neben den größeren Veranstaltungen und Aktionstagen gibt es weiterhin monatlich wiederkehrende Termine. Darunter zum Beispiel die eBook-Sprechstunde, die im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde. Sie findet in diesem Jahr immer am ersten Dienstag im Monat statt. Ebenfalls seit 2025 im Repertoire: der Silent Book Club. Er findet jeden Monat am letzten Donnerstag statt. Das nächste Treffen ist am 26. Februar. „Der Buchclub wird im April ein Jahr alt. Ich bin froh, dass er so gut angenommen wird. Ich überlege, was wir zum Einjährigen besonderes machen könnten.“
Neu ist seit diesem Jahr der Familiensamstag. Anders als früher hat die Bibliothek nicht mehr an jedem Wochenende geöffnet, sondern nur noch an jedem ersten Sonnabend im Monat. Dafür ist sie nun länger geöffnet: von 9 bis 14 Uhr. Zudem wird unter einem Motto wie Robotik oder Märchen eine besondere Aktion angeboten. „Wir möchten so den Fokus stärker auf Familien richten. Die ersten beiden Termine wurden super angenommen. Wir hatten sogar Gäste aus Wittenberge.“ Das Thema für März verrät Andrea Fischer noch nicht. „Es soll eine Überraschung werden.“
Kinder wünschen sich mehr Gemütlichkeit
Neben all den großen und kleinen Veranstaltungen ist das Team um die Bibliotheksleiterin immer bemüht, mit Kleinigkeiten den Gästen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, sei es mit einer Puzzleaktion oder mit Bastelnachmittagen. „Wir schauen immer, was im Trend und beliebt ist und was wir umsetzen können.“
Als weiteres neues Angebot sind im oberen Bereich nun „Wir gehören zusammen“-Bücher ausgelegt. Wie der Name erahnen lässt, gehören die einzelnen Werke zur selben Reihe und können auf einmal ausgeliehen werden. „So muss man nicht warten, bis der neue Band da ist.“
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Zudem wird stets daran gearbeitet, die Bibliothek zu einem Wohlfühlort zu gestalten. „Im vergangenen Jahr hatten wir zu einem Malwettbewerb aufgerufen, bei dem Kinder ihre Wünsche äußern konnten. Gemütlichkeit war ein großes Thema. Das möchten wir Stück für Stück umsetzen.“ Im Bereich für Kinder ist der Boden mit Fliesen ausgelegt und es fehlen gemütliche Sitzecken. „Das wollen wir in Zukunft ändern. Besucher jeden Alters sollen sich bei uns wohlfühlen können. Die Zeiten, in denen Bibliotheken als Orte mit strengen Regeln gesehen werden, sind vorbei.“