Magdeburg l Diese Murmeltiere zählen definitiv zur Zootier-Kategorie „Knuddeln wollen“. Das ist aber selbstverständlich nicht erlaubt.

Seit dem Herbst 2016 lebt das Paar der Steppenmurmeltiere im Zoo Magdeburg und erfreut die Besucher. Allerdings nur im Sommer. Denn etwa die Hälfte des Jahres verbringen Murmeltiere im Winterschlaf. Dafür holen sie keine Vorräte ein. Stattdessen legen sie sich meist zwischen August und Oktober eine Fettreserve zu. Von dieser können sie mehrere Monate zehren.

Winterschlaf endet Anfang April

Während des Winterschlafs fahren die Murmeltiere ihren Stoffwechsel auf ein Minimum zurück. Ende März/ Anfang April – je nach Witterung – werden die Tiere wieder aktiv.

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Steppenmurmeltiere leben in großen Familienverbänden und in komplexen unterirdischen Gangsystemen. Diese Systeme werden immer weiter ausgebaut und können bis zu sieben Meter tief in den Boden reichen. Das Beste: Sie werden sogar vererbt, also über mehrere Generationen hinweg weitergegeben.

Obacht bei Greifvögeln

Das Gehör und auch die Augen sind bei Murmeltieren sehr gut ausgebildet. Das hilft, um mögliche Feinde schnell entdecken zu können. Sie stehen nämlich auf dem Speiseplan von Raubkatzen, Schakalen und Mardern. Die größte Gefahr aber droht ihnen aus der Luft. Wenn sich hier Adler und andere Greifvögel tummeln, heißt es für die Murmeltiere besondere Obacht geben.

Kein Wunder also, dass ein Aufpasser fast immer auf zwei Beinen wacht. Nähert sich Gefahr, schrillt dieser einen Pfeifton aus. Daraufhin verschwinden dann alle Murmeltiere schlagartig in den nächstgelegenen Bau. Dieses Verhalten kennen viele Zoo-Besucher sicher schon von den Erdmännchen.

In den vergangenen Wochen besuchten wir bereits: