Magdeburg l Zugegeben, im Vergleich zu den zahlreichen bunten Vögeln im Zoo Magdeburg wirken diese zwei Geierraben farblich eher fad – einfach nur grau und schwarz mit etwas Weiß. Auch stimmlich haben sie nicht viel zu bieten, geben meist nur ein klassisches „kraak-kraak-kraak“ von sich. Und doch sind auch sie imposante Bewohner des Zoos.

Seit wenigen Wochen leisten diese zwei Weißnackenraben – wie sie auch genannt werden – den Gauklern Gesellschaft und bewohnen mit ihnen eine Voliere zwischen Africambo-Lodge und Elefantenanlage.

Raben kommen aus befreundeten Zoos

Die beiden Raben sind Nachzuchten aus befreundeten Zoos. Das Männchen schlüpfte vor einem Jahr im Zoo Heidelberg. Das Weibchen kam aus dem Zoo Berlin nach Magdeburg. In einer Eingewöhnungsvoliere fanden die zwei zueinander.

Schon kurz nach ihrem Umzug in die Gauklervoliere wurden beide Raben mit Nistmaterial im Schnabel beobachtet. Die Hoffnung auf Nachwuchs im Jahr 2019 ist somit groß. Dann hat das Männchen die Geschlechtsreife erlangt.

Keine Feinde im Zoo Magdeburg

Die Bebrütung der meist zwei bis vier Eier übernimmt das Weibchen allein, ebenso die Fütterung der Jungvögel. Im Gegenzug bewacht das Männchen in dieser Zeit das Nest und beschafft der Partnerin genügend Futter. Im Zoo Magdeburg dürfte dies ein leichter Job sein, schließlich gibt es keine Feinde zu befürchten und auch für Nahrung werden die Tierpfleger ausreichend sorgen.

Übrigens – kraak, kraak, kraak: Man mag es ja kaum glauben, aber die zwei Weißnackenraben zählen tatsächlich zu den Singvögeln. Mit über 50 Zentimetern Körperlänge gehören Geierraben wie die nahen verwandten Erzraben zu den größten Vertretern der über 5500 Arten in dieser Ordnung. Diese Einteilung basiert nicht auf der Fähigkeit zu melodischen Lautäußerungen, sondern auf der Form des unteren Kehlkopfes (Stimmkopf oder Syrinx).

In den vergangenen Wochen besuchten wir bereits: