Magdeburg l Wer im Zoo Magdeburg auf der Suche nach den Spitzmaulnashörnern ist, wird unweigerlich auch auf fünf Wasserböcke treffen. Diese wohnen nämlich mit den prominenten Unpaarhufern zusammen. Gemeinsam teilen sie sich die Afrika-Savanne. Dort leben auch noch die Blessböcke, Grevy-Zebras und Spießböcke.

Das Miteinander verläuft harmonisch – auch, weil für alle Tiere genug Versteckmöglichkeiten da sind. Hier steht ein Baum, da eine kleine Mauer, dort das Gras etwas höher. Ganz so, wie es in Afrika in der natürlichen Umgebung dieser Tiere ebenfalls sein könnte.

Wasserböcke lieben Sümpfe

Selbst ein Wassergraben fehlt nicht. Denn wie schon der Name verrät, sind Wasserböcke sehr viel mehr an den permanenten Zugang zu Gewässern gebunden als viele andere Antilopenarten. In der freien Natur leben sie unter anderem in Sümpfen mit dichtem Schilfbestand. Das Röhricht bietet ihnen einerseits Schutz, andererseits dient es als wichtigste Nahrungsquelle. Ansonsten fressen die Säugetiere auch Gräser, Blätter und Triebe.

Wasserböcke haben ein relativ langes Fell. Die männlichen Tiere tragen imposante Hörner, sogenannte Spieße.

Fünf Wasserböcke in Magdeburg

Die Magdeburger Gruppe besteht aus dem Bock Korongo sowie den drei Weibchen Asura, Viola und Jasira. Seit Herbst 2017 verstärkt ein weibliches Jungtier von Asura die Gruppe.

Auch in der Natur leben Wasserböcke meist in Gruppen von einem Männchen mit bis zu 20 Weibchen und deren Jungtieren.

Jungtier kommt nach neun Monaten zur Welt

Die Geschlechtsreife tritt bei Wasserböcken mit drei bis fünf Jahren ein. Nach einer Tragzeit von etwa neun Monaten wird ein Jungtier geboren, das rund sechs Monate lang gesäugt wird.

An das meist sumpfige Habitat haben sich Wasserböcke ganz wunderbar angepasst. So haben sie spezielle Drüsen, mit denen sie ihr dichtes, fast zotteliges Fell wasserabweisend machen können. Diese Imprägnierung hat einen charakteristischen, leicht moschusartigen Geruch.

Übrigens: Die Wasserböcke im Zoo Magdeburg zählen zur Unterart Defassa-Wasserbock. Sie haben ein weißes Feld um den Schwanzansatz.

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