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Liveticker: "Zeynep" in Sachsen-Anhalt - Aufräumarbeiten im ganzen Land dauern an

Das Orkantief "Zeynep" hat in der Nacht zum Samstag gewütet. Der Deutsche Wetterdienst hat fast alle Unwetterwarnungen aufgehoben - nur der Harz ist noch betroffen.

Aktualisiert: 19.02.2022, 15:53
Stum Zeynep hat auch in Salzwedel mächtig gewütet. Ein Auto ist in der Nacht auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof in Salzwedel von einem Baum zerschmettert worden.
Stum Zeynep hat auch in Salzwedel mächtig gewütet. Ein Auto ist in der Nacht auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof in Salzwedel von einem Baum zerschmettert worden. Foto: Oliver Becker

Magdeburg/DUR/it/dpa/ms - Das Orkantief "Zeynep" hat Sachsen-Anhalt im Norden des Landes mit Wucht getroffen.

15.30 Uhr: Auto wird in Salzwedel zerschmettert

Stum Zeynep hat auch in Salzwedel mächtig gewütet. Ein Auto ist in der Nacht auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof in Salzwedel von einem Baum zerschmettert worden. Auch eine alte 30 Meter hohe Pappel zwischen Barnebeck und Thune ist in der Nacht vom Sturm umgeworfen worden. Mitarbeiter des Bauhofs Salzwedel mussten mit Spezialwerkzeug anrücken, um den Baum zu zerlegen.

Stum Zeynep hat auch in Salzwedel mächtig gewütet. Ein Auto ist in der Nacht auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof in Salzwedel von einem Baum zerschmettert worden.
Stum Zeynep hat auch in Salzwedel mächtig gewütet. Ein Auto ist in der Nacht auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof in Salzwedel von einem Baum zerschmettert worden.
Foto: Oliver Becker

14.40 Uhr: Straßen um Marktplatz Stendal gesperrt

In Stendal sind die Straßen rund um den Marktplatz für Autofahrer gesperrt. Grund für die Sperrungen sind Dachziegel, die bereits vom Kaffeekult heruntergefallen sind oder drohen herunterzufallen. Die Sperrung gilt voraussichtlich bis Montag

14.35 Uhr: Strom nahe Osterburg wieder da

In umliegende Dörfer von Osterburg im Landkreis Stendal ist der Strom wieder da. Erlösung nach mehr als 16 Stunden beispielsweise in Groß und Klein Ballerstadt sowie Flessau. Laut der Pressesprecherin von Avcon, Corinna Hinkel,  war nach Rissen von Stromseilen nun noch ein Schwerpunkt der Reparaturarbeiten im Elbe-Havel-Winkel. Orte wie Rehberg, Schönhausen, Hohengöhren, Wulkau, Schönfeld und Kamern. Die Mitarbeiter würden alles tun, damit dort der Strom am späten Nachmittag wieder fließt, so Corinna Hinkel.

14.20 Uhr: 80 Feuerwehreinsätze im Burgenlandkreis

Orkantief „Zeynep“ hat in der Nacht zum Samstag auch im Burgenlandkreis gewütet und Schäden hinterlassen. Nach Angaben eines Sprechers der Kreisleitstelle hat es von Freitag, 17.30 Uhr, bis Samstagmorgen etwa 80 Einsätze von Feuerwehren gegeben, die aufgrund des Unwetters notwendig geworden sind.

14.10 Uhr: Umgestürzte Bäume in der Börde

Auch in der Börde hatten die Kameraden der Feuerwehren aufgrund der Sturmschäden, die Sturmtief Zeynep angerichtet hat, viel zu tun. Die freiwillige Feuerwehr Haldensleben musste bereits zwölfmal am Samstag ausrücken. Meistens waren umgestürzte Bäume der Grund.

Nachdem die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Haldensleben am Samstag (19. Februar) mehrmals ausrücken mussten, stärken sie sich mit Gehacktesbrötchen.
Nachdem die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Haldensleben am Samstag (19. Februar) mehrmals ausrücken mussten, stärken sie sich mit Gehacktesbrötchen.
Foto: Feuerwehr Haldensleben

11.55 Uhr: Seeweg am Arendsee blockiert

Organtief Zeynep hat auch am Arendsee seine Spuren hinterlassen. Etliche Bäume kippten in der Nacht um. So zum Beispiel im Waldstück an der Straße zwischen Arendsee und Zießau. Die Feuerwehr des Luftkurortes hatte die Fahrbahn, die nutzbar ist, von Kronenteilen befreit.

Allerdings bleibt der Seeweg, der bei Spaziergängern und Radfahrern beliebt ist, an dieser Stelle blockiert. Er verläuft direkt neben der Straße. Der mächtige Stamm des Baumes liegt auf der vollen Breite über der Promenade. Und zwar nicht direkt auf dem Erdboden, sondern etwa einen Meter über dem Weg. Der Baum wurde entwurzelt. Der Seeweg, der einmal um die Blaue Perle führt, sollte gemieden werden.

Der Seeweg, der einmal um die Blaue Perle führt, sollte gemieden werden.
Der Seeweg, der einmal um die Blaue Perle führt, sollte gemieden werden.
Foto: Christian Ziems

11.00 Uhr: Stromausfall im Altmarkkreis Salzwedel

In einigen Gebieten im Altmarkkreis Salzwedel fehlt seit Freitagabend (18. Februar) der Strom. Bürgermeisterin der Gemeinde Flecken Apenburg-Winterfeld Ninett Schneider bietet auf Facebook allen vom Stromausfall Betroffenen "ne warme Bockwurst, Kaffee oder die Möglichkeit, Babynahrung warmzumachen" an.

In einigen Gebieten im Altmarkkreis Salzwedel fehlt seit Freitagabend (18. Februar) der Strom. Bürgermeisterin Ninett Schneider will helfen.
In einigen Gebieten im Altmarkkreis Salzwedel fehlt seit Freitagabend (18. Februar) der Strom. Bürgermeisterin Ninett Schneider will helfen.
Screenshot: Anke Pelczarski

10.15 Uhr: Magdeburger Feuerwehr permanent im Einsatz

Die Magdeburger Feuerwehr hat seit Freitagabend (18. Februar) "alle Hände voll zu tun", berichten die Kameraden. Das Telefon steht nicht still. Es handelt sich im Wesentlichen um kleinere Einsätze und Schäden, die behoben werden müssen.

 
Das Sturmtief Zeynep fegt in der Nacht zum Samstag über Magdeburg. Video: Volksstimme Magdeburg

10 Uhr: Aufräumarbeiten im Harz noch zu gefährlich

Der Orkan hat in den Harzer Wäldern für große Schäden gesorgt. Obwohl die Einsatzkräfte auf Hochtouren dabei sind, diese zu beseitigen, ist es an einigen Stellen für Aufräumarbeiten noch zu gefährlich. Auch am Samstagvormittag waren noch zahlreiche Straßen gesperrt. Unter anderem die Verbindungsstraße zwischen Heimburg und Elbingerode. Hier blockieren mehrere Bäume die Strecke.

9.15 Uhr: Bahnverkehr weiter beeinträchtigt

Der Regionalverkehr der Deutschen Bahn im Norden von Sachsen-Anhalt ist bis zum Samstagvormittag teilweise eingestellt worden. Grund dafür ist das Sturmtief «Zeynep», wie die Deutsche Bahn am Samstag mitteilte. Auch der Fernverkehr sei weiterhin weitgehend eingeschränkt, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Es verkehren immer noch keine Fernverkehrszüge zwischen Berlin und Halle sowie Leipzig.

Bei der S-Bahn-Linie S1 von Schönebeck nach Wittenberg fällt bis voraussichtlich Samstagmittag der Streckenabschnitt zwischen Magdeburg und Wittenberg aus. Bis zum Samstagmorgen gab es auch Beeinträchtigungen und Sperrungen bei den Linien RE 20 zwischen Stendal und Uelzen, der Linie RB32 zwischen Stendal und Salzwedel und der Linie RB 40 zwischen Helmstedt und Braunschweig.

Mehrer Verletzte durch Sturmtief über Sachsen-Anhalt

"Es stürmt ordentlich. Die Feuerwehr ist zahlreich im Einsatz", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion in Stendal in der Nacht zum Samstag. Im Jerichower Land seien zwei Menschen leicht verletzt worden, als ihr Auto mit Anhänger von einer Sturmböe erfasst wurde. Im Landkreis Stendal wurde zudem ein Auto von einem umstürzenden Baum getroffen. Ein Insasse sei leicht verletzt worden.

Vor allem im Norden Sachsen-Anhalts riss der Sturm laut Polizei viele Bäume um. Die Feuerwehr habe sich teilweise regelrecht durchkämpfen müssen, weil immer wieder Hindernisse die Straßen blockierten. Die Böen hätten auch etliche Dächer beschädigt.

Tausende Menschen nördlich von Halle waren zeitweise ohne Strom. Im Laufe der Nacht konnte die Versorgung wieder hergestellt werden.

Die Polizeiinspektionen in Magdeburg, Halle und Dessau berichteten dagegen von überschaubaren Auswirkungen des Sturms. Auch in diesen Regionen habe "Zeynep" Bäume entwurzelt. Es habe auch einige Unfälle in der Sturmnacht gegeben. Menschen seien aber nicht verletzt worden.

Auf dem Brocken brachte der Sturm am Freitagabend extreme Orkanböen. Die stärkste Böe wurde mit 145,8 Kilometer pro Stunde gemessen, wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mitteilte. Ein ähnlich hoher Wert wurde auch an der Nordseeküste in Büsum mit 143,3 Kilometer pro Stunde gemessen.

19.02. - 8 Uhr: DWD gibt Entwarnung

Am Samstagmorgen ist das Gröbste überstanden. Der Deutsche Wetterdienst hat für Sachsen-Anhalt eine Entwarnung gegeben. Die Sturmlage beruhigt sich.

Nur für den Harz hat der DWD erneut in von Samstag um 8 Uhr bis 15 Uhr vor Orkanböen über 1000 Metern gewarnt.

20.45 Uhr: Bahn stellt Regionalverkehr teilweise ein

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, wird der Regionalverkehr im Norden Sachsen-Anhalts bis mindestens Samstagvormittag teilweise eingestellt.

19.44 Uhr: "Zeynep" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Km/h in Sachsen-Anhalt

Das Orkantief "Zeynep" wütet in Sachsen-Anhalt. Am Abend kommt es verbreitet zu schweren Sturmböen bis orkanartige Böen von 90 bis 110 Km/h. Auf dem Brocken können extreme Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Km/h vorherrschen, teilt der Deutsche Wetterdienst mit.

19.00 Uhr: Starke Orkanböen auf dem Brocken

Starke Orkanböen beherrschen derzeit den Brocken. Laut dem Portal Wetter.de herrschen Windgeschwindigkeiten von 133 km/h.

17.25 Uhr: "Zeynep" erreicht bald südliches Niedersachsen

"Zeynep" ist in Deutschland angekommen. Innerhalb der kommenden Stunde wird das Orkantief das südliche Niedersachsen erreichen und ist zur Landesgrenze von Sachsen-Anhalt nicht mehr weit entfernt.

16.15 Uhr: Deutsche Bahn stellt Nahverkehr teilweise ein

Aufgrund der anhaltenden Unwetterwarnung mit Sturmböen bis zu 160km/h für Freitagabend muss mit Einschränkungen im Nahverkehr der DB Regio Südost in Sachsen-Anhalt gerechnet werden, teilt die Deutsche Bahn am Nachmittag mit.

So wird der Streckenabschnitt Stendal-Uelzen des Regionalexpresses 20 seit 15 Uhr nicht mehr befahren. Die Strecke Stendal - Wittenberge der Linie S1 wird seit 16 Uhr nicht mehr befahren. Auch die RB 16224 ab Stendal fährt seit 16.10 Uhr nicht mehr.

15.15 Uhr: Das Sturmtief Zeynep erreicht Sachsen-Anhalt

Die ersten Ausläufer von "Zeynep" sind da - und sie bringen Regen mit. Wegen der Gefahr von Aquaplanung gilt derzeit auf A2 und A14 die Höchstgeschwindigkeit von 100 Km/h.

Derweil gilt inzwischen für das ganze Bundesland Sachsen-Anhalt eine Unwetterwarnung der zweithöchsten Stufe, auf dem Brocken die höchste Warnstufe.

14.56 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt in ganz Sachsen-Anhalt

Der Deutsche Wetterdienst hat nun offiziell eine Unwetterwarnung für Sachsen-Anhalt herausgegeben. So müssen sich alle Landkreise und kreisfreien Städte auf orkanartige Böen der Stärken 3 bis 4 ab 18 Uhr einstellen. Die Unwetterwarnung gilt bis Samstag 8 Uhr. Lediglich im Burgenlandkreis könnte sich der Sturm bereits gegen 0 Uhr legen.

14.30 Uhr: Sturmschäden locken Betrüger an

Vielerorts hat bereits der erste Sturm Hausdächer beschädigt. Das lockt Betrüger an, warnt die Polizei. Sie wirken zunächst wie normale Handwerker und geben an, Dächer günstig und schnell von Sturmschäden zu befreien. Doch wer sich auf diese so genannten "Dach-Haie" einlässt, ist in einer Betrugsmasche gefangen, die auch in Sachsen-Anhalt bereits bekannt ist.

13.30 Uhr: Wird "Zeynep" noch schlimmer als "Ylenia"?

Die Experten des Deutschen Wetterdienstes befürchten, dass der zweite Sturm "Zeynep" noch heftiger werden könnte als der Sturm vom Donnerstag. Vor allem im Norden Deutschlands werden noch höhere Windgeschwindigkeiten erwartet.

Hinzu kommt, dass viele Bäume, aber auch Gebäude oder Masten durch den ersten Sturm bereits beschädigt sind und bei den neuen Orkanböen dann endgültig nachgeben könnten.

Die Deutsche Bahn appeliert an alle Reisenden, für Freitagnachmittag geplante Fahrten zu verschieben. Tickets können wieder umgebucht und storniert werden. Voraussichtlich muss der Bahnverkehr in Norddeutschland wieder eingestellt werden. Am Donnerstag fuhr nördlich von Magdeburg kein Fernzug. Wann sich die Verkehrslage am Samstag wieder normalisiert, ist unklar.

13.15 Uhr: Auf dem Brocken schon wieder über 100 Km/h Windgeschwindigkeit

Bereits jetzt werden auf dem Brocken wieder Windgeschwindigkeiten von über 100 Km/h gemessen. Im Flachland ist es mit 30-40 Km/h noch recht ruhig, meldet der Wetterdienst von Jörg Kachelmann.

Trotzdem hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits für weite Teile von Sachsen-Anhalt eine Amtliche Unwetterwarnung ausgerufen. Bis zum Samstagmorgen sind Orkanböen bis 120 Km/h möglich.

Nur im äußersten Süden von Sachsen-Anhalt gilt nur eine Warnung der zweiten Warnstufe, die aber voraussichtlich am Abend noch hochgestuft wird.

Für den Brocken gilt bereits jetzt die höchste Warnstufe vor extremen Orkanböen. Hier werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Km/h erwartet.

12.15 Uhr: Das Aufräumen in Sachsen-Anhalt läuft auf Hochtouren

Mit weit über 100 Km/h selbst im Flachland ist Sturm „Ylenia“ über Sachsen-Anhalt gefegt. Am Freitag ging in weiten Teilen des Landes das Aufräumen weiter. Vielerorts müssen noch immer umgestürzte Bäume beseitigt werden. Dabei sitzt den Einsazkräften die Zeit im Nacken. Denn am Freitagabend rauscht bereits der nächste schwere Sturm an.

11.45 Uhr: Experten warnen: Meiden Sie unbedingt Wälder und Parks!

Auch wenn der Wind nachlässt, meiden Sie bitte die Wälder. Denn auch Bäume, die nicht umgefallen sind, können durch den Sturm – und den nächsten Sturm am Freitagabend – geschädigt sein. Jederzeit könnten Äste abbrechen oder Bäume doch noch kippen. Für Spaziergänger droht da Lebensgefahr.

Zudem sind viele Waldwege durch umgestürzte Bäume derzeit nicht passierbar. Bis alles beräumt ist, kann es dauern, denn erst einmal gehen Straßen vor.

Auch Parks und Spielplätze mit großen Bäumen können derzeit gefährlich sein.

18.02.22 - 6.36 Uhr: Nächstes Orkantief rollt an

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm: Das Tief "Zeynep" löst "Ylenia" ab - und wird auch in Sachsen-Anhalt erwartet. Von Westen her nähere sich das weitere Orkantief Deutschland, am späten Nachmittag würden bereits Sturmböen erwartet, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Im Harz gilt die Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen des DWD bereits ab 10 Uhr.

Am Abend und zu Beginn der Nacht zum Samstag nehme der Wind weiter zu und erreiche Böen zwischen 90 und 110 Stundenkilometern. Stellenweise seien Orkanböen um 120 km/h nicht ausgeschlossen. Im Bergland gebe es voraussichtlich von Freitagabend bis Samstagmorgen Orkanböen zwischen 120 und 140 km/h. Auf freien Gipfellagen seien extreme Orkanböen bis zu 170 Stundenkilometer nicht ausgeschlossen. In der zweiten Nachthälfte lasse der Wind dann deutlich nach.

20.43 Uhr: Sturm wütete massiv im Harz - Straßen teilweise noch gesperrt

Zuhauf stürzende Bäume, blockierte Straßen, fallende Dachziegel sowie abgedeckte Dächer und Feuerwehren, die kreisweit pausenlos im Einsatz waren: So lassen sich die Auswirkungen der ersten beiden von insgesamt drei Orkantiefs auf den Harzkreis zusammenfassen. „Xandra“ und „Ylenia“ sorgten – beginnend in der Nacht zum Donnerstag – für massive Schäden. Das dritte – „Zeynep“, das in der Nacht zum Samstag erwartet wird, könnte nach den Prognosen von Meteorologen noch heftiger wüten.

20.15 Uhr: Bahnverkehr in Sachsen-Anhalt voraussichtlich bis Samstag gestört

Aufgrund des Sturmtiefs "Ylenia" am Donnerstag und dem herannahenden Tief "Zeynep" wird der Bahnverkehr in Sachsen-Anhalt wohl bis zum Samstag gestört sein. Etliche Regionalbahnen und Regionalexpresse können nur bedingt fahren. Teilweise wird auf Schienenersatzverkehr zurückgegriffen, teilt das Portal Insa mit.

18.45 Uhr: Sturm schwächt zum Abend ab

Die Sturmlage hat sich zum Abend beruhigt. In der Nacht werden aber Wind- bis Sturmböen auf dem Brocken erwartet. Der Deutsche Wetterdienst warnt bereits vor einer neuen Unwetterlage für Freitag. Von Westen her wird sich ein weiteres Orkantief Deutschland nähern. Am späten Nachmittag soll der Wind Sturmböen erreichen und am Abend noch weiter zunehmen.

17.59 Uhr: Viele Einsätze für Feuerwehr und THW in Magdeburg

Insgesamt 95 Mal wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Magdeburg und des Technischen Hilswerks am Donnerstag zwischen 6.45 und 16.30 Uhr alarmiert, meldete die Feuerwehr.

Überwiegend habe es sich um Schäden an Dächern und Schornsteinen mit losen Ziegeln, losen Blechen bis hin zu kompletten Abdeckungen gehandelt. Die Feuerwehr verzeichnete auch umgestürzte Bäume und abgerissene Werbeträger.

17.01 Uhr Einsatzkräfte in Sachsen-Anhalt ziehen Bilanz vom Donnerstag

Umstürzende Bäume, umkippende Anhänger, gesperrte Straßen: Mit dem Sturmtief "Ylenia" haben Sachsen-Anhalts Einsatzkräfte am Donnerstag alle Hände voll zu tun gehabt. Allein im Landkreis Harz rückten die Feuerwehren am Donnerstag bis zum Mittag zu etwa 100 Sturmeinsätzen aus, wie ein Sprecher des Kreises mitteilte. Bei etwa jedem dritten Einsatz schnitten sie umgestürzte Bäume weg und machten Straßen wieder befahrbar. Kaum ein Ort blieb verschont.

Der Zugverkehr stand ob der Sturmauswirkungen vielerorts im Land still. Die Harzer Schmalspurbahn stellte den Betrieb bis zum Wochenende ein. Auf der A14 kippte ein Lkw auf die Fahrbahn, im Landkreis Mansfeld-Südharz starb ein Autofahrer durch einen herabgestürzten Baum. In Querfurt im Saalekreis kam es zu einem großflächigen Stromausfall.

16.40 Uhr: Ministerpräsident Haseloff dankt Bevölkerung

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff dankte in der Kabinetts-Pressekonferenz am Donnerstag der Bevölkerung für ihr verantwortungsbewusstes Verhalten. Haseloff wies aber darauf hin, dass es am Freitagabend noch einmal kräftig stürmen soll, vor allem im Landesnorden. "Dann geht es noch mal richtig los", so der Ministerpräsident.

Ministerpräsident Haseloff dankt Bevölkerung für ihr Verhalten während des Sturms.
Ministerpräsident Haseloff dankt Bevölkerung für ihr Verhalten während des Sturms.
Foto: imago/Political-Moments

15.50 Uhr: Unzählige Sturm-Einsätze: Innenministerin dankt Einsatzkräften

Seit dem Morgen sind Rettungskräfte, Polizei und Feuerwehr fast ununterbrochen in Sachsen-Anhalt im Sturm-Einsatz. Mehrere Lastwagen wurden vom Wind von der Fahrbahn gedrückt oder kippten um, umgestürzte Bäume blockierten Straßen und sorgten für Unfälle und Kollisionen. bei Schwenda im Landkreis Mansfeld-Südharz wurde ein Auto von einem umstürzenden Baum getroffen. Der 55 Jahre alte Fahrer starb noch an der Unfallstelle.

„Der tragische tödliche Unfall zeigt, dass die derzeitigen Stürme nicht unterschätzt werden dürfen. Auch in den kommenden Tagen ist Vorsicht geboten, denn der nächste Sturm zieht schon herauf“, sagte Innenministerin Tamara Zieschang. „Mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften, die auch bei diesem widrigen Wetter dafür sorgen, dass Behinderungen schnell beseitigt, bei Unfällen geholfen und die Gefahr für Leib und Leben so gering wie möglich gehalten wird.“

Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang dankte den Einsatzkräften im Land.
Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang dankte den Einsatzkräften im Land.
Foto: dpa/Ronny Hartmann/

15.38 Uhr: Umgekippter Lkw-Anhänger auf der A 14 bei Magdeburg

Von einer starken Windböe wurde am Vormittag der Anhänger eines Lkw erfasst und zur Seite gekippt, wie die Polizei Magdeburg mitteilt. Kurz hinter der Anschlussstelle Magdeburg-Stadtfeld an der Schrotebrücke erfasste eine Böe das Lkw-Gespann. Der nicht beladene und mit einer Plane bedeckte Anhänger schleuderte zur Seite und kam quer zur Fahrtrichtung auf allen zwei Fahrstreifen zum Liegen.

15.31 Uhr: Sturm sorgt für Stromausfall im Saalekreis

Sturmtief „Ylenia“ sorgte am Donnerstagvormittag für einen Stromausfall in einigen Ortschaften von Querfurt. Etwa 2.600 Kunden waren betroffen.

14.57 Uhr: Sturmtief "Ylenia" fordert Todesopfer in Sachsen-Anhalt

Das Orkantief „Ylenia“ hat ein Todesopfer in Mansfeld-Südharz gefordert: Ein 55-jähriger Mann ist am Donnerstagmorgen bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 235 zwischen dem Auerberg und der Abfahrt Straßberg tödlich verletzt worden.

14.01: Südharz schließt Ausflugsziele und warnt vorm Betreten der Wälder

Aufgrund der Unwetter- und Sturmwarnungen bleiben mehrere touristische Einrichtungen in der Gemeinde Südharz (Mansfeld-Südharz) vorübergehend geschlossen. Besuche des Josephskreuzes bei Stolberg, des Museums Kleines Bürgerhaus in Stolberg und der Heimkehle bei Uftrungen sind vorerst nicht möglich.

13.26 Uhr: Polizei zieht Bilanz nach ersten Sturmböen über Sachsen-Anhalt

Nachdem in der Nacht zum Donnerstag die ersten Sturmböen über Sachsen-Anhalt gefegt sind, fällt eine erste Bilanz der Polizei gemischt aus. In Magdeburg sorgte der starke Wind für Behinderungen und Sturmschäden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Im Rest des Landes blieb es nach Angaben der Polizeiinspektionen verhältnismäßig ruhig, auch wenn im Harz die höchsten Windgeschwindigkeiten gemessen wurden.

Auch im Regionalverkehr gab es zahlreiche Störungen durch Bäume im Gleis. Diese würden nach und nach beseitigt. Zudem fuhren die Züge mit verminderter Geschwindigkeit, zahlreiche Verspätungen waren die Folge.

Die Feuerwehren und Polizeileitstellen berichteten am frühen Donnerstagmorgen von zahlreichen Einsätzen. Größere Schäden blieben vorerst aber aus.

12.24 Uhr: Bahnverkehr durch Sturm weiterhin eingeschränkt

Der Sturm sorgt weiterhin für Einschränkungen im Bahnverkehr. Nachdem die Bahn den Betrieb in mehreren Bundesländern eingestellt hat, fallen dadurch auch für Passagiere in Sachsen-Anhalt zahlreiche Fernzüge aus. Nördlich von Magdeburg fährt derzeit bundesweit kein Fernzug.

Der Regionalverkehr rollt hingegen weitgehend, teilt die Bahn mit. Auf einzigen Strecken gibt es aber auch hier Probleme. So ist die Regionalbahn Burg – Magdeburg – Braunschweig zwischen Helmstedt und Braunschweig unterbrochen, es fahren Ersatzbusse. Auf der Strecke Dessau – Wittenberg – Falkenberg (Elster) fahren Züge zum Teil mit geringerer Geschwindigkeit. Es kommt zu Verspätungen.

11.38 Uhr: Verkehr auf Sachsen-Anhalts Straßen weiter beeinträchtigt

Weiterhin kommt es auf Sachsen-Anhalts Straßen zu zahlreichen Behinderungen. Immer wieder müssen die Feuerwehren ausrücken, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Mehrere Land- und Bundesstraßen sind gesperrt und auch auf den Autobahnen gibt es Probleme.

11.15 Uhr: Kaum Fahrten bei Harzer Schmalspurbahnen

Wegen des Sturms, der weite Teile Deutschlands betrifft, hat die Harzer Schmalspurbahnen GmbH am Donnerstag die meisten ihrer Fahrten ausgesetzt. Lediglich im Südharz rollten zwischen Nordhausen und Ilfeld (Thüringen) die Züge, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Die Strecke werde besonders von Schülern und Berufspendlern genutzt, erklärte der Sprecher. Am Freitag wolle man die Strecken sichten und über eine Wiederaufnahme des Betriebes entscheiden. Insbesondere im Harz tobt der Sturm seit Mittwoch.

Der Zugverkehr zwischen Magdeburg-Wolfsburg und Stendal-Wolfsburg ist derzeit eingestellt, teilt Insa auf ihrer Webseite mit. Für die Strecken ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

11.06 Uhr: Zwei umgefallene Lkw auf der A14 - Sperrungen auch in Magdeburg

Auf der A14 Magdeburg Richtung Halle zwischen Magdeburg-Stadtfeld und Wanzleben zwei umgestürzte LKW auf allen Fahrstreifen. Es muss mit Stau gerechnet werden.

A2 Magdeburg Richtung Braunschweig zwischen Rastplatz Lorkberg Nord und Alleringersleben Gefahr durch Solarpanele auf allen Fahrstreifen.

In Magdeburg zwischen Erzbergerstraße und B1, Walther-Rathenau-Straße ist die Straße durch herabfallende Dachziegel voll gesperrt.

10.40 Uhr: Achtung auf den Autobahnen im Land

Auf der A9 Richtung Halle/Leipzig zwischen Köselitz und Coswig
Gefahr durch umgestürzten Baum auf dem rechten Fahrstreifen. Auf der A2 zwischen Bornstedt und Eilsleben fliegt eine Plane über die Fahrbahn.

Auf der A36 zwischen Hoym-Nachterstedt und Aschersleben-West in Richtung A14 Autobahnkreuz Bernburg Gefahr durch Gegenstände auf dem linken Fahrstreifen.

10.22 Uhr: Sturm über Sachsen-Anhalt lässt langsam nach

Langsam lässt das Sturmtief über Sachsen-Anhalt nach. Der Deutsche Wetterdienst hat die höchste Gefahrenstufe für den Brocken mittlerweile aufgehoben. Dort wurden in der Nacht 152 Km/h gemessen.

Für den Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz, Halle, den Saaalekreis und den äußersten Süden von Anhalt-Bitterfeld gilt inzwischen nur noch eine Warnung vor schweren Sturmböen bis 18 Uhr. Im Norden von Sachsen-Anhalt gilt weiter eine amtliche Unwetterwarnung.

Am Freitagabend kommt bereits das nächste Sturmtief. Dann muss wieder mit Windböen von mehr als 100 Km/h gerechnet werden.

10.10 Uhr: Bahnschranke in Gommern repariert

Der Schaden an der Bahnschranke in Gommern an der Albert-Schweitzer-Straße wurde behoben.

10.07 Uhr: Verkehrszeichen auf A38

Auf der A38 Halle Richtung Göttingen zwischen Sangerhausen-Süd und Sangerhausen-West Gefahr durch ein Verkehrszeichen auf dem linken Fahrstreifen.

9.52 Uhr: 20 Einsätze bisher für die Magdeburger Feuerwehr

Zu 20 Einsätzen wegen umgestürzter Bäume musste die Magdeburger Feuerwehr bereits bis 9 Uhr ausrücken. Zu den jeweiligen Schäden, die die Bäume dabei verursacht haben, kann die Feuerwehr noch keine Angaben machen. Die Kameraden seien seit den Nachtstrunden im Dauereinsatz, teilt ein Mitarbeiter der Leitstelle mit.

9.49 Uhr: Verkehrsbehinderungen im Jerichower Land und Halle

Auf der A143 zwischen Holleben und Dreieck Halle-Süd ist Vorsicht geboten. Der Sturm hat ein Verkehrszeichen auf die Fahrbahn geweht. Auf der B1 zwischen Reesen und Hohenseeden
in beiden Richtungen Gefahr durch umgestürzte Bäume. Derzeit ist die Feuerwehr vor Ort.

9.33 Uhr: Zugausfälle und Behinderungen im Regionalverkehr

Aufgrund von Unwetterschäden kommt es aktuell in Sachsen-Anhalt zu Verspätungen und Zugausfällen im Regionalverkehr, teilte die Deutsche Bahn mit. Es kommt derzeit zu Teilausfällen zwischen Salzwedel und Uelzen. Auf der Strecke Burg (Magdeburg) - Braunschweig kommt es ebenfalls zu Teilausfällen zwischen Helmstedt und Braunschweig. Der Busnotverkehr wurde eingerichtet.

Die Züge auf der Strecke Dessau Hbf - Lutherstadt Wittenberg - Falkenberg (Elster) fahren mit reduzierter Geschwindigkeit. Dadurch kann es zu Verspätungen kommen.

8.57 Uhr: Fähren in Sachsen-Anhalt stellen Verkehr ein

Der Sturm sorgt auch für Behinderungen auf den Wasserstraßen. Wegen Orkanböen haben die Fähren in Sachsen-Anhalt ihren Verkehr bis auf weiteres eingestellt. Dies betrifft folgende Verbindungen auf Elbe und Saale: Barby, Rogätz, Breitenhagen, Groß Rosenburg und Ferchland-Grieben. Autofahrer müssen deshalb weite Umwege in Kauf nehmen.

8.47 Uhr: Otto-von-Guericke-Straße wieder frei

Zwischen der Otto-von-Guericke-Straße und dem Kreisverkehr Universitätsplatz ist die Straße wieder frei.

Zwischen Ochtmersleben und Groß Rodensleben gibt es derzeit eine Vollsperrung in beiden Richtungen, da mehrere Bäume umgestürzt sind.

8.46 Uhr: Baum stürzt auf Gartenlaube in Magdeburg

Auch in Magdeburg Nordwest verursachten Sturmböen erste Schäden. Diverse Mülltonnen und Baustellenschilder liegen herum. Zudem wurde im Boquet-Graseweg ein Baum entwurzelt und ist auf eine Gartenlaube gestürzt. Der genaue Sachschaden ist unklar.

Der Sturm hat in Magdeburg-Nordwest einen Baum auf eine Gartenlaube stürzen lassen.
Der Sturm hat in Magdeburg-Nordwest einen Baum auf eine Gartenlaube stürzen lassen.
Foto: Marco Papritz

8.35 Uhr: Bisher nur geringe Sturmschäden in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind die Sturmschäden aus der Nacht zum Donnerstag gering. Hauptsächlich stürzten Bäume, Mülltonnen oder Baugerüste um, die aber keine Personen- oder große Sachschäden verursachten, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Feuerwehr war oft im Einsatz. In Magdeburg wurden in der Nacht zudem mehrere Straßen aufgrund von umgefallenen Bäumen gesperrt.

Auf der A38 Richtung Leipzig kam es am Mittwochabend aufgrund des Sturms zu einem Unfall mit einem Lkw-Anhänger. Als der Lastwagen sich auf der Brücke über das Weitzschkerbachtal bei Farnstädt im Saalekreis befand, wurde er von einer Windböe erfasst und kippte um. Er hatte Rohre geladen, die daraufhin auf die Straße fielen. Die Straße blieb bis Mitternacht gesperrt, da die Rohre aufgesammelt und gerade gebogen werden mussten.

8.30 Uhr: Sturm tobt mit über 150 Km/h über Sachsen-Anhalt

Auf dem Brocken im Landkreis Harz hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) in der Nacht zum Donnerstag eine Windgeschwindigkeit von 152 Stundenkilometern gemessen. An den Messstationen im Landkreis Harz Wernigerode waren es 105 Stundenkilometer, in Harzgerode 104 Stundenkilometer und in Ummendorf im Bördekreis 101 Stundenkilometer. Für Querfurt im Saalekreis gab der DWD einen Wert von 111 Stundenkilometer an.

8.24 Uhr: Behinderungen auf zahlreichen Straßen im Land

Am Morgen hat der Sturm vielerorts in Sachsen-Anhalt für Probleme im Straßenverkehr gesorgt. So waren zahlreiche Straßen im ganzen Bundesland durch umgestürzte Bäume blockiert.

Doch auch an anderen Stellen sorgte der wind für Probleme: In Gommern ist die Bahnschranke an der Albert-Schweitzer-Straße beschädigt und schließt nicht mehr richtig. Und auf der B184 am Abzweig Thurland hat der Sturm die Ampelanlage verdreht.

Grundsätzlich warnt die Polizei: Achten sie auf plötzlich auftauchende Hindernisse auf der Fahrbahn. Fahren Sie besonders vorsichtig und achten Sie auf stürmische Böen. Die sind heute so stark, dass sie auch Autos aus der Spur drücken können. Besonders gefährdet sind Lkw mit leichter oder ganz ohne Ladung!

8.02 Uhr: Erhebliche Verkehrsbehinderungen in Magdeburg

Im Stadtgebiet von Magdeburg kommt es zu Verkehrseinschränkungen, teilte die Polizei auf Twitter mit. Zwischen der Otto-von-Guericke-Straße und dem Kreisverkehr des Universitätsplatzes sind mehrere Bäume umgestürzt.

Auch die B27 zwischen Elend und Abzweig Elbingerode ist vollgesperrt, da mehrere Bäume umgestürzt sind.

6.01 Uhr: Berufsverkehr beginnt mit gesperrten Straßen nahe Flechtingen

Der Sturm sorgte am Donnerstagmorgen in Sachsen-Anhalt mit Beginn des Berufsverkehrs für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Nach und nach melden Fahrzeugführer blockierte Straßen. So musste die Feuerwehr im Landkreis Börde gegen vier Uhr ausrücken, um einen umgestürzten Baum von der L43 zwischen Behnsdorf und Flechtingen zu räumen. Ein Lkw-Fahrer hatte die Polizei alarmiert und kam mit seinem Sattelzug noch rechtzeitig zum Stehen.

Ein Baum blockierte am frühen Donnerstagmorgen die Landstraße zwischen Behnsdorf und Flechtingen.
Ein Baum blockierte am frühen Donnerstagmorgen die Landstraße zwischen Behnsdorf und Flechtingen.
Foto: Matthias Strauß

Kaum waren die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr Flechtingen nach ihrem Einsatz wieder in ihrem Geräthaus angekommen, heulten erneut die Sirenen. Kurz nach 5 Uhr krachte erneut ein Baum auf die vielbefahrene Landstraße 25 in Richtung Altenhausen. Auch hier hatten die Autofahrer großes Glück, dass niemand zu Schaden kam.

Deutsche Bahn stellt Zugverkehr in mehreren Bundesländern ein

Die Deutsche Bahn teilt auf ihrer Webseite mit, dass es aufgrund des Sturmtiefs bundesweit zu Verspätungen und Zugausfällen kommen kann. Am Donnerstagmorgen wurde bereits wegen des Sturms der Fernverkehr in mehreren Bundesländern ein eingestellt. In Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg verkehren keine Züge des Fernverkehrs, wie das Unternehmen mitteilt. Auswirkungen gebe es dadurch auch in anderen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt.

Die Tickets im Fernverkehr bleiben entweder nach dem Ende des Sturms sieben Tage gültig oder können samt Sitzplatzreservierung kostenfrei storniert werden.

Sachsen-Anhalts Polizei sowie die Landesregierung riefen die Bürger zu Vorsicht auf. „Bitte vermeiden Sie unnötige Wege und bleiben Sie, wenn möglich zu Hause. Das gilt insbesondere für den Harz. Achten Sie auch auf Ihre Mitmenschen und informieren Sie sich über die aktuelle Lage“, so Ministerpräsident Reiner Haseloff.

Wie schwer wird der Sturm in Sachsen-Anhalt?

Ab Mittwochabend 22 Uhr gilt in ganz Sachsen-Anhalt die zweithöchste Unwetterwarnstufe, auf dem Brocken sogar die höchste Warnstufe. Im Tiefland rechnen die Experten mit Böen von bis zu 120 Km/h, das ist Windstärke 12. Auf dem Brocken sind sogar bis zu 160 Km/h möglich.

Die Unwetterwarnung gilt vorerst bis zum Donnerstagabend.

Wird sich das Wetter ab Donnerstagabend normalisieren?

Nein, die Experten geben danach keine Entwarnung, denn das nächste Sturmtief folgt direkt und könnte sogar noch schlimmer werden. Von Freitagabend bis Samstagmorgen gilt eine weitere Unwetter-Vorwarnung mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Km/h im Flachland und bis zu 170 Km/h auf dem Brocken.

Erste Schließungen und Absagen durch den Sturm

Welche Auswirkungen kann der Sturm haben?

Landesregierung und Feuerwehr raten dringend, zu Hause zu bleiben wenn möglich und vor allem unnötige Wege zu vermeiden. Bei Windgeschwindigkeiten über 100 Km/h können Hausdächer beschädigt werden und Dachziegel nach unten stürzen. Zudem besteht die Gefahr von abbrechenden Ästen und umstürzenden Bäumen.

Auch auf Straßen und im Nahverkehr muss mit Problemen gerechnet werden. Vor allem Lkw sind durch ihre große Fläche windanfällig, in den Städten könnten vor allem umstürzende Äste eine Gefahr für den Straßenverkehr und für Straßenbahn-Oberleitungen werden.

Feuerwehren in Sachsen-Anhalt bereiten sich auf mehr Einsätze vor

Sachsen-Anhalts Feuerwehren stellen sich angesichts angekündigter Sturmböen am Donnerstag auf eine deutliche Mehrbelastung ein. „Fakt ist, dass wir unsere Einsatzbereitschaft noch mal überprüfen, die Gerätschaften werden noch mal gecheckt“, sagte der Chef des Landesfeuerwehrverbandes, Kai-Uwe Lohse, am Mittwoch.

„Wir sind ja sturmerprobt“, sagte Lohse mit Blick auf eine ganze Reihe von Sturmeinsätzen in den vergangenen Monaten. Die potenziellen Gefahren durch den Sturm hingen von der Windgeschwindigkeit, aber auch von der Richtung, aus der der Wind kommt, ab. Der Harz sei beispielsweise von der westlichen Seite etwas geschützt, erklärte Lohse. „Wir hatten Sturmlagen mit weniger Windgeschwindigkeiten, aber größeren Schäden, und es gab auch höhere Windgeschwindigkeiten mit geringen Schäden.“

Eigenheimbesitzer sollten am Nachmittag einen Kontrollgang durch den Garten machen, riet Lohse. „Alles was an Grills, Gartenmöbeln oder an anderen Sachen abgestellt wurde, sollte man besser befestigen oder reinbringen.“ Gewerbetreibende sollten Werbetafeln entsprechend sichern oder abnehmen. „Wenn man es vorher in Ruhe abnehmen kann, hilft das in jedem Fall.“

Experten warnen: Wälder nicht betreten

Experten warnen dringend davor, während des Sturmes und auch danach die Wälder zu betreten. Das Risiko herabfallender Äste und umstürzender Bäume ist deutlich größer als gewöhnlich.

Erhöhte Hochwassergefahr an Bode und Ilse

Aufgrund der teils schon frühlingshaften Temperaturen hat im Bergland Tauweter eingesetzt. Es gilt daher eine Hochwasserwarnung in der Nähe der Bode, ihrer Nebenflüsse und der Ilse.