Magdeburg l Anfang Mai 2018 hat im Zoo Magdeburg wieder ein Jungtier der seltenen Ostchinesischen Schopfhirsche das Licht der Welt erblickt. Es ist bereits die dritte Nachzucht dieser asiatischen Geweihträger, die im Zoo geboren wurde. In Deutschland wird diese Art außer in Magdeburg nur in drei weiteren Zoos gezeigt.

In den ersten Wochen und Monaten weicht das junge Kitz kaum von der Seite seiner Mutter Petra.

Jungtier Willy verließ den Zoo Magdeburg

Das letztjährige Jungtier Willy verließ auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms Magdeburg rechtzeitig vor der Niederkunft des Neugeborenen in Richtung Liberec in Tschechien.

Schopfhirsche sind mit Ausnahme der leuchtend weißen Ohrspitzen, Lippen und der Unterseite des Schwanzes einheitlich dunkelbraun bzw. dunkelgrau. Fühlen sie sich durch einen Fressfeind bedroht, „blinken“ sie durch schnelles Aufstellen des kurzen Schwanzes und Zeigen der weißen Unterschwanzpartie. Damit versuchen sie, den Jäger zu verwirren.

Alarmruf erinnert an ein Bellen

Fressfeinde sind in der Natur beispielsweise Leoparden. Um die anderen Tiere vor ihnen zu schützen, warnen sie sie akustisch. Der Alarmruf erinnert dabei eher an ein Bellen.

Als echte Hirsche besitzen männliche Schopfhirsche auch ein Geweih. Allerdings ist dieses ziemlich klein und liegt unter dem namensgebenden Haarschopf verborgen, ist damit also kaum zu sehen.

Eckzähne ragen aus dem Maul

Am nächsten verwandt sind diese Tiere mit den Muntjaks. Beide tragen verlängerte obere Eckzähne. Diese können bis zu fünf Zentimeter lang werden und aus dem Maul herausragen.

Wer die Schopfhirsche und ihren Nachwuchs im Zoo Magdeburg besuchen möchte, sollte hinter dem Eingang gleich links abbiegen und an der Wiese vorbeilaufen. Ein paar Meter weiter befindet sich das Gehege schließlich auf der rechten Seite.

In den vergangenen Wochen besuchten wir bereits: