Magdeburg l Stolz blickt der Zoo Magdeburg 2018 auf die erfolgreiche Zucht bei den Blauflügel-Kookaburras. Was, Sie kennen diese Vögel aus der Familie der Eisvögel noch nicht? Dann schauen Sie mal bei der Voliere der drei Neuguinea-Filandern vorbei, denn mit diesen teilen sich die Kookaburras die Anlage.

Mitte Mai schlüpften drei Jungtiere, die äußerlich kaum noch von den Eltern zu unterscheiden sind.

Fünf Jungvögel im Zoo Magdeburg

Und als wäre die erfolgreiche Aufzucht von drei Küken nicht schon genug, bezog das Weibchen im Juli erneut den Nistkasten und erbrütete zwei weitere Jungvögel in diesem Jahr. Sie befinden sich meist noch im Kasten, werden aber in den nächsten Wochen auch ausfliegen und dann ebenfalls gut zu beobachten sein.

Konkurrenzdenken gibt es zwischen den Geschwistern nicht. Im Gegenteil, die älteren helfen aktiv bei der Aufzucht der kleineren Geschwister mit. Dieses Verhalten ist nur von wenigen Vögeln bekannt.

Große Eisvögel im Zoo Magdeburg

Kookaburras werden auch Haubenliesten genannt. Sie sind mit über 40 Zentimetern Körperlänge und einem Gewicht von bis zu 370 Gramm die größten Vertreter der Eisvogel-Gruppe.

Anders als der heimische Eisvogel an der Elbe ernährt sich der Kookaburra nur selten von Fisch. In seiner australischen Heimat machen insbesondere Reptilien, aber auch große Insekten, Vogelküken, Amphibien und Kleinsäuger den Hauptteil der Nahrung aus.

Ruf erinnert an schallendes Lachen

In Zoos wird sehr viel häufiger die Schwesterart gehalten – der Jägerliest oder auch der Lachende Hans. Dieser erhielt seinen Namen wegen seines durchdringenden Rufs. Der erinnert an schallendes Gelächter.

Aber auch der Blauflügel-Kookaburra gibt im Zoo Magdeburg regelmäßig sein Lachen zum Besten.

Brüten in Baumhöhlen

In der Natur brüten die Kookaburras in Baumhöhlen, manchmal auch in selbst gezimmerten Höhlen in weichem Holz einiger Baumarten. Im Zoo Magdeburg unterstützten die Pfleger die Tiere beim Bau der Bruthöhle und setzten einen Kasten in die Voliere.

Ursprünglich stammt der Blauflügel-Kookaburra aus Nord- und Westaustralien, ist aber auch in Teilen Neuguineas anzutreffen. Das natürliche Habitat des Haubenliests sind offenes Baumland und Mangroven. Inzwischen ist diese Art aber immer häufiger auch in der Nähe von menschlichen Siedlungen, zum Beispiel in Stadtparks, anzutreffen.

In den vergangenen Wochen besuchten wir bereits: