Magdeburg l In der Australienvoliere im Zoo Magdeburg leben und vermehren sich nicht nur die Wellensittiche und Kängurus, sondern auch das Pärchen der lautstarken Australischen Maskenkiebitze.

Das Männchen lebt bereits seit zwei Jahren hier. 2017 fand sich eine passende Partnerin aus dem Vogelpark Marlow. Nach einigen Monaten Gewöhnungszeit hat es nun also mit der Brut geklappt.

Erstes Gelege bleibt unbefruchtet

Zwar war ein erstes Gelege zu Beginn des Sommers 2018 noch unbefruchtet, im zweiten Anlauf funktionierte aber alles reibungslos. In einer einfachen Mulde legte das Weibchen vier gut getarnte Eier, die von beiden Elterntieren abwechselnd bebrütet wurden. Nach einer Brutzeit von etwa 28 Tagen schlüpften Ende August die Küken.

Als Nestflüchter sind die Jungtiere bereits wenige Stunden nach dem Schlüpfen mobil und in der Lage, selbstständig nach Futter zu picken, vor allem kleine Insekten, Würmer und andere Wirbellose. Im Zoo Magdeburg erhalten die Küken eine spezielle Futtermischung für Insektenfresser sowie Pellets und kleine Fische. Auch auf ihren Streifzügen durch die Voliere finden die kleinen Kiebitze viele kleine Insekten.

Schrille Alarmrufe

Die Kopfplatte und das Rückengefieder der Küken ist bräunlich-grau gesprenkelt. Dadurch sind sie beinahe unsichtbar, wenn sie sich bei Gefahr flach auf den Boden ducken. Nähern sich andere Tiere dem gut getarnten Nest, werden diese von den Kiebitzeltern entweder mit schrillen Alarmrufen oder Angriffen aus der Luft vertrieben.

Eine weitere Taktik ist das sogenannte Verleitverhalten. Dazu simuliert der Kiebitz eine Verletzung. Auf einem Bein humpelnd und mit Hängeflügel lockt der Kiebitz so den potenziellen Feind vom Nest weg. Ist die Gefahr gebannt, ist der Kiebitz plötzlich wie durch ein Wunder wieder genesen und kehrt zum Nest zurück.

Keine Gefahr im Zoo Magdeburg

Im Zoo Magdeburg müssen die Kiebitze allerdings keine Gefahr fürchten, hier sind sie im wahrsten Sinne des Wortes die tonangebenden Bewohner der Australienvoliere. Kein anderer Bewohner darf sich dem Nachwuchs zu sehr nähern. Selbst die Parmakängurus machen vor dem Keckern und den energischen Attacken der Kiebitzeltern einen Rückzieher.

In den vergangenen Wochen besuchten wir bereits:

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